Balow : Drei „Bs“ für mehr Service

Draußen begannen gestern die Erdarbeiten. Bis zum Sport- und Parkfest Anfang Juli soll die Fläche gepflastert sein.  Fotos: Hennes
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Draußen begannen gestern die Erdarbeiten. Bis zum Sport- und Parkfest Anfang Juli soll die Fläche gepflastert sein. Fotos: Hennes

Bringe-Agentur, Bürgerlotse, Bürgerküche – Balow macht neue Angebote für ältere Generation.

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17. Juni 2016, 10:00 Uhr

Balow baut seinen Bürgerservice weiter aus. Mit Fördermitteln aus dem Leader-Programm für den Verein „Dörfliche Begegnungsstätte“ e.V. will die Gemeinde vor allem der älteren Generation mehr Angebote machen. So werde unter anderem über eine Bürger-Küche nachgedacht, in der die Senioren in Abständen regelmäßig zusammen Mittag essen könnten. „Außerdem soll unser Bürgeraktivbus besser zum Einsatz kommen“, sagt Balows Bürgermeisterin Kriemhild Kant. „Arztbesuche, Einkäufe, Ausflüge oder einfach nur Fahrten von A nach B. Dafür ist der Bus da“, sagt Kant. Bis heute werde das Angebot jedoch viel häufiger von den Vereinen genutzt als von den Senioren.

In der Begegnungsstätte, in der die Schulkinder Mittag essen, die Senioren würfeln, die Plattsnacker proben und zwei Mal im Monat der Frisör den Balowern die Haare schneidet, sind zurzeit die Handwerker. Frank Bartels aus Brunow verlegt Fliesen - auch in dem Raum, in dem künftig der neue Bürgerlotse arbeiten wird. Ab 1. August soll er den Bürgerservice koordinieren und „ausloten, was geht und was nicht“, sagt Bürgermeisterin Kriemhild Kant. Eine Idee: der Aufbau einer „Mitbringe-Agentur“, in der die Balower direkt vor Ort das Nötigste kaufen können. Vielleicht, so Kant, wird hier auch eine kleine Postagentur einziehen.

Finanziert wird die für ein Jahr befristete Stelle des Bürgerlotsen auch aus dem Budget der Leader-Aktionsgruppe Südwestmecklenburg. Fast neun Millionen Euro gibt die Aktionsgruppe in dieser Förderperiode für lokale Entwicklungsprojekte in der Region aus. „Fördermittel für ein Projekt zu bekommen, ist das eine“, sagt Bürgermeisterin Kant. „Jetzt muss man es auch mit Leben erfüllen.“ Dass das nicht immer sofort gelingt, habe der Bürgeraktivbus gezeigt. Trotzdem, so Kant, müsse man es wagen und wenigstens ausprobieren.

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