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bresegard bei eldena : Dorfstraße bleibt im Blickpunkt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In Bresegard bei Eldena soll Ende 2015 die Planung für den Neubau der Ortsdurchfahrt stehen

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 07:00 Uhr

Große Straßenbäume bilden eine malerische Allee an der Dorfstraße in Bresegard bei Eldena. Die Idylle gibt es nur auf den ersten Blick. Wenn richtiges Mecklenburger Schietwetter ist wie um den Jahreswechsel herum, sieht man allerdings auch sofort, wo der Stein des Anstoßes liegt: Das Straßenpflaster mit seinen Löchern und teils eingefallenen Entwässerungskanälen sorgt regelmäßig für Überschwemmungen. In Bresegard ist die Ortsdurchfahrtstraße Dauerthema seit Jahrzehnten (SVZ berichtete). Inzwischen gibt es allerdings neue Hoffnung, denn nach dem Besuch des zuständigen Ministers Pegel schöpfen die Dorfbewohner wieder Mut. „Bis Ende dieses Jahres soll nun die Planung für die Erneuerung der Straße vorliegen“, sagt Bürgermeister Eckhard Schulz, der seit vergangenem Jahr wieder in dieses Amt gewählt wurde. Von 1994 bis 1999 war der heute 59-Jährige schon einmal Bürgermeister in Bresegard bei Eldena. Seinen Sitz in der Gemeindevertretung hat Eckhard Schulz aber bereits seit 1990. Die Hoffnung der Bresegarder auf eine neue Dorfstraße nährt sich auch aus der Tatsache, dass die Straße ins benachbarte Glaisin gerade eine Erneuerungskur hinter sich hat. Für diesen Monat haben sich überdies Fachleute vom Landkreis im Dorf angesagt, die prüfen werden, ob nicht die 30 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit im Dorf auf alle Fahrzeuge ausgedehnt werden sollen, bisher gilt dies nur für Lkw. Dazu werden unter anderem die Schäden aufgenommen, die durch die Dauererschütterungen an Häusern bereits eingetreten sind. Mit rund 220 Einwohnern ist Bresegard eine der kleinsten Gemeinden des Amtes Ludwigslust-Land. Der Bürgermeister freut sich, dass in letzter Zeit junge Familien zugezogen sind. Der Kinderclub „Uns Hus“ erfreut sich denn auch ganz schöner Beliebtheit. Rund zehn Kinder sind es regelmäßig, die hier herkommen. Bei der Weihnachtsfeier waren 18 Kinder da. „Renate Kowalski betreut mit großem Engagement ehrenamtlich den Kinderclub. Dafür gebührt ihr ein großes Dankeschön“, sagt Eckhard Schulz.

Auch wenn die Gemeinde finanziell kleinere Brötchen backen muss, ist sie ganz offensichtlich lebenswert. Argwöhnisch blicken die Dorfbewohner auf das benachbarte Karenz, wo eine große Hähnchenmastanlage geplant ist. „In letzter Zeit ist es ein bisschen ruhiger um das Projekt geworden“, sagt Eckhard Schulz, um aber gleich darauf zu unterstreichen, dass man sich weiter gegen das Projekt wenden werde.

Einige Verschönerungsarbeiten sind auch in diesem Jahr in der Gemeinde geplant. Dazu gehört die Instandsetzung des Kirchweges, die Totholzbeseitigung im Ortsteil Vornhorst oder die Neugestaltung des halbanonymen und anonymen Grabfeldes auf dem Friedhof.

Die finanziellen Rahmenbedingungen werden schlechter, die Bresegarder müssen sparen, wie auch die anderen Gemeinden. Grund- und Gewerbesteuern sind bereits dem Landesdurchschnitt angepasst worden. Statt eines Gemeindearbeiters kümmern sich nun zwei Arbeitskräfte auf 450-Euro-Basis um die Sauberkeit im Ort, eine Frau ist für zwölf Stunden angestellt, um sich um den Gemeinderaum zu kümmern.

Trotz des schmalen Gemeindeportmonees wollen die Bresegarder eigenständig bleiben – so lange es eben geht. Eckhard Schulz erinnert sich noch gut an die Auseinandersetzungen in den neunziger Jahren, als es um das Zusammengehen Bresegards mit dem damals noch eigenständigen Glaisin ging, was viele ablehnten.

Der Bürgermeister ist optimistisch. „Ich wünsche uns allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2015, für jeden persönlich und für unser Dorf“, sagt er.

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