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Beobachtungsplatz für Naturfreunde : Dorf plant einen Storchenrastplatz

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Der Plan ist außergewöhnlich: Das Dörfchen Brenz am Rande der Lewitz könnte bald zum Pilgerort für alle storcheninteressierten Naturfreunde werden. Die Gemeinde will im Dorf einen Beobachtungsplatz für Adebar einrichten.

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 10:11 Uhr

Brenz | Dieser Plan ist sensationell. Das kleine Dörfchen Brenz (ca. 540 Einwohner) am Rande der Lewitz könnte bald zum Pilgerort für alle Naturfreunde und Tierexperten werden, die sich für Störche interessieren. Die Gemeinde will im Dorf einen Beobachtungsplatz für Adebar einrichten. Bürgermeister Henry Topp: "In der jüngsten Gemeindevertretersitzung stimmten fünf Gemeindevertreter bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung für das Projekt."

Hintergrund ist die Geschichte des Dorfes und seiner Störche. Schon seit Ewigkeiten , weiß Bürgermeister Topp, gibt es auf dem Schornstein des heutigen Dorfgemeinschaftshauses ein Storchennest, in dem die Brenzer Störche ihren Nachwuchs pflegten und hegten. Doch in den vergangenen Jahren gab es im Storchennest keinen Nachwuchs mehr. Bis zum letzten Sommer. Henry Topp: "Erstmals nach sechs Jahren kam wieder Nachwuchs bei unseren Störchen."

Warum der Nachwuchs so lange ausblieb, darüber kann nur gerätselt werden. Fest steht aber, dass im vergangenen Jahr das Dorfgemeinschaftshaus (Alte Schule) und der daneben stehende Schornstein saniert wurden. Der Schornstein bekam einen knallroten Anstrich und das Brenzer Wappen dazu. Vielleicht gefiel den Störchen die sanierte Esse ja so gut, dass sie sich jetzt wieder für Nachwuchs entschieden.

Das Projekt, das jetzt in Angriff genommen werden soll, sieht am Dorfgemeinschaftshaus einen Storchenrastplatz mit Infotafeln, Tränke, Fahrradrastplatz und einer Aufladestation für Elektroräder vor. "Wir planen auch eine Webcam zur Beobachtung der Störche an der Alten Schule", schwärmt Bürgermeister Henry Topp schon mal im Voraus.

Er hat bereits beim Storchenbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern angefragt, ob er sich vorstellen kann, Brenz bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Topp: "Ich erhielt zur Antwort, dass es eine prima Idee sei und es solche Projekte bereits in anderen Orten gäbe, zum Beispiel in der Müritzregion." Der rührige Bürgermeister fragte auch in Hotels der Region an, ob es Interesse für eine Zusammenarbeit gibt. "Vielleicht wäre ein so gestalteter Storchenrastplatz ein Grund mehr für Touristen, einen Tag länger in Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben und sogar die örtliche Gastronomie zu besuchen."

Inzwischen hat laut Bürgermeister Henry Topp auch die Leader-Aktionsgruppe "Südwestmecklenburg", die sich unter anderem um die Erhaltung des Naturraumes kümmert, das Vorhaben als förderfähig eingestuft. Wenn alles wie geplant läuft, dann soll das Projekt schon im Jahre 2014 verwirklicht werden. Die Mitglieder des Brenzer Jugendklubs werden daran maßgeblich mitwirken.

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