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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 19:03 Uhr

Ludwigslust : DNA führte nach Jahren zum Täter

vom

Einem Serientäter aus Ludwigslust konnten nach fünf Jahren Ermittlungsarbeit jetzt drei Einbrüche nachgewiesen werden. Die Kripo stützt sich bei ihren Erkenntnissen auf die an den Tatorten gefundene DNA.

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erstellt am 30.Aug.2012 | 06:17 Uhr

Ludwigslust | Der Kripo in Ludwigslust ist ein Schlag gegen die Beschaffungskriminalität gelungen: Die Kriminalbeamten der Polizeiinspektion erhielten gestern Mittag den für sie letzten Beweis gegen einen 29-jährigen, einschlägig kriminell auffälligen Mann aus der Lindenstadt, dem drei Einbrüche in 2007 zur Last gelegt werden. Nach nunmehr fünfjähriger Ermittlungsarbeit belastet das Auffinden seiner DNA-Merkmale den Vorbestraften so eindeutig, dass Kriminalhauptkommissar Fred Leiskau die Einbrüche dem mutmaßlichen Täter zuordnen kann. Das ergaben der Abgleich von Auswertungen der DNA-Untersuchungen mit den Ermittlungsergebnissen der Kripo in Ludwigslust. Der DNA-Test gilt als genetischer und einzigartiger Fingerabdruck einer Person. Die Staatsanwaltschaft kann jetzt Anklage erheben.

Die Ermittler hatten den 29-jährigen Straftäter bereits seit längerer Zeit im Visier. Allerdings reiche der bloße Verdacht selbstverständlich nicht aus, um den Verdächtigen beweiskräftig fundiert zu belasten. Die drei Straftaten beging der Beschuldigte im Februar und im September 2007. Damals war das Kommen der Kripo bei drei Einbrüchen in ein städtisches Unternehmen, in ein Autohaus und in eine Lagerhalle mit abgestellten Wohnmobilen und Autos im Techentiner Gewerbegebiet erforderlich. Die Beute und der Sachschaden beliefen sich insgesamt auf mehrere tausend Euro.

Die Beamten sammelten vor fünf Jahren akribisch jede Einbruchsspur, werteten die gesicherten Hinterlassenschaften des Einbrechers aus und zogen Querverbindungen. Letztendlich führten aber die eindeutig zuzuordnende DNA-Funde an den Tatorten auf die Spur des bereits bekannten Kriminellen, schätzt Kripobeamter Leiskau die Errungenschaften der modernen Kriminaltechnologie. "Es verhält sich jedoch bei weitem nicht so, dass jeder Verdächtige sich einem DNA-Test unterziehen muss, oder dass Massentests von Personen bei der Kripo an der Tagesordnung sind", erläuterte Leiskau das Einsatzspektrum von DNA-Tests. "Vielmehr ist es auch Fingerspitzengefühl bei den Ermittlungen, die Erfahrung der Kollegen um ein Täterprofil herauszukristallisieren und nicht zuletzt der Bekanntheitsgrad einer Person bei der Polizei, die dazu führen können, solch einen Test einem Verdächtigen vorzuschlagen oder durchführen zu lassen."

Im Fall des 29-jährigen Straftäters brachte der DNA-Test nun das durchschlagende Ergebnis. Alle anderen Möglichkeiten, die darauf schließen lassen könnten, dass eine andere Person die Straftaten ausgeführt hätte, werden von den Kripo-Beamten ausgeschlossen. Für sie ist der derzeit auf freiem Fuß lebende Mann mit allerhöchster Trefferwahrscheinlichkeit der Täter.

Schneller verliefen die Ermittlungen gegen einen 25-jährigen ehemaligen Ludwigsluster, der am Herrentag diesen Jahres im Schlosspark zwei jüngere Männer zu unterschiedlichen Zeiten und Orten attackiert und verletzt hatte. Aufgrund mehrerer Anzeigen und Zeugenaussagen gelang es der Kripo dieser Tage, beide Taten dem als unter Alkoholgenuss bekannt aggressiven Mann zur Last zu legen. Eine Körperverletzung hat der Täter gegenüber der Kripo bereits zugeben.

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