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Quaster Tag in Vielank : Direkter Weg zum Gedenkstein

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Teilnehmer am Quaster Tag werden mit Fahrzeugen der Feuerwehr zum Veranstaltungsort in den Wald gefahren.

von
erstellt am 30.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Den Quaster Tag direkt an Ort und Stelle im Wald am Gedenkstein mitten im Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes Lübtheen zu begehen – darum haben viele engagierte Einwohner der Gemeinde Vielank und Kommunalpolitiker lange gekämpft. Ein Betretungsverbot hatte bislang diesem Vorhaben entgegengestanden. Noch im Vorjahr hatten Vielanks Bürgermeisterin Christel Drewes und Burkhard Thees, Amtsvorsteher des Amtes Dömitz-Malliß, auf der Gedenkveranstaltung in Hohen Woos vor dem geschlossenen Schlagbaum ihre Entschlossenheit bekräftigt, solange zu kämpfen, bis bis dieser Schlagbaum wieder hoch ist und das Gedenken an das Dorf Quast am Gedenkstein lebendig zu halten. Quast war im Jahre 1961 für den späteren Truppenübungsplatz abgerissen worden, die letzten dort lebenden Familien wurden zum Teil zwangsausgesiedelt.

Nun aber gibt es gute Nachrichten, denn der diesjährige Quaster Gedenktag am 5. August wird nicht vor dem Schlagbaum stattfinden. „Der Gedenktag wird mit Einschränkungen stattfinden. Mit Fahrzeugen der Feuerwehr werden die Teilnehmer der Veranstaltung zum Veranstaltungsort in den Wald gefahren“, war von Burkhard Thees zu erfahren. „Das ist ein Fortschritt gegenüber den Vorjahren, aber erst ein Anfang für weitere Maßnahmen“, so der Amtsvorsteher. Und er erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass die Bundesforst im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) schon Wege angelegt hat, um Flächen betreten und erlebbar machen zu können.

Bislang seien 900 Hektar freigegeben worden, so Ronny Schult, Leiter Fachbereich Ordnung und Bürgerservice des Amtes Dömitz-Malliß. Der größte Teil der freigegebenen Flächen liegt im Amtsbereich Dömitz-Malliß, in den Ortschaften des Gemeinde Vielank. „Von politischer Seite und mit Unterstützung der Einwohner der Gemeinde Vielank haben wir darum gekämpft und sind da, wo wir heute stehen. Wir sind auf einem guten Weg, dass sich in den nächsten Jahren das eine oder andere noch verändern wird und weitere Flächen für den Tourismus freigegeben werden können“, so Burkhard Thees.

Treffpunkt zum Quaster Tag ist am 5. August die Wiese in Hohen Woos vor dem Schlagbaum, so Bürgermeisterin Christel Drewes. Ab 10 Uhr treffen dann die Gäste ein. „Minister Till Backhaus hat auch sein Kommen zugesagt“, sagt die Vielanker Bürgermeisterin. „Sind alle Gäste und Teilnehmer der Veranstaltung da, geht es dann mit Fahrzeugen der Feuerwehren Alt Jabel und Tewswoos zum Gedenkstein. Der Schlagbaum wird aber unten bleiben, die Fahrzeuge der Gäste werden draußen geparkt.“ Die Veranstaltung dauert von 10 bis 15 Uhr, um 11 Uhr erfolgt die feierliche Eröffnung am Quaster Gedenktstein. Die Gemeinde wird Flächen mähen und Parkmöglichkeiten anbieten. Über den Ablauf der Veranstaltung werden die Einwohner der Gemeinde Vielank belehrt, dass es nur auf diese Weise mit der Feuerwehr zum Veranstaltungsort geht. „Diese eine Zufahrt von Hohen Woos aus ist ausgeschildert“, ergänzt Burkhard Thees. „Wer andere Wege nutzt oder sich von anderen Punkten dem Veranstaltungsort nähern will, handelt ordungswidrig“, lässt sich dazu Iris Weber, die Leitende Verwaltugnbeamtin des Amtes Dömitz-Malliß, vernehmen. „Das kann mit einer Geldbuße von bis 5000 Euro geahndet werden“, ergänzt Ronny Schult, Leiter Fachbereich Ordnung und Bürgerservice des Amtes.

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