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Polizeieinsätze : Dieser Briefkasten qualmte plötzlich

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei zieht Bilanz des Einsatzgeschehens im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel

von
erstellt am 03.Jan.2015 | 16:00 Uhr

In diesen Briefkasten kann gerade keine Post eingeworfen werden. Und die Briefe, die schon im Kasten lagen, dürften ziemlich angekokelt sein. Das Ganze ist jetzt ein Fall für die Kripo.

Vandalen hatten am Silvestertag offenbar einen gezündeten Feuerwerkskörper in den Kasten in der Breiten Straße in Ludwigslust gesteckt. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: „Ein Passant, der zufällig Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist, bemerkte gegen 17.10 Uhr aus dem Briefkasten ziehende Rauchschwaden und setzte einen Feuerlöscher ein.“ Die Polizei schließt nicht aus, dass der oder die Täter von Zeugen gesehen wurden und bittet um entsprechende Hinweise (Tel. 03874-41  10).

Noch zwei weitere Briefkästen wurden über den Jahreswechsel Opfer von Böllern. In Bresegard bei Eldena beschädigten Unbekannte in der Silvesternacht zwischen 19 und 1.30 Uhr einen Kasten auf dem Hof eines Privatgrundstücks. In Dömitz wurde sogar der Briefkasten der Wasserschutzpolizei-Station, in der auch der dortige Kontaktbeamte sein Büro hat, gesprengt. Polizeisprecher Wiechmann: „In allen Fällen wird wegen Sachbeschädigung strafrechtlich ermittelt und um Hinweise von Zeugen gebeten.“

Insgesamt wurde die Polizei im Bereich des Ludwigsluster Hauptreviers Silvester und Neujahr zu 17 Einsätzen gerufen. Die Beamten mussten unter anderem neun Anzeigen wegen Körperverletzung aufnehmen. In der Regel war Alkohol im Spiel. In einigen Fällen warfen Verdächtige Flaschen oder Knaller auf Personen.

Erfreulich, dass die Polizei über den Jahreswechsel im Revierbereich lediglich drei Verkehrsunfälle registrieren musste. Ursache war jeweils Wildwechsel. In einem Fall am 1. Januar (17.30 Uhr) überschlug sich das beteiligte Auto auf der Straße zwischen Weselsdorf und der B 106. Fahrer (26) und Mitfahrerin (25) wurden verletzt und im Krankenhaus behandelt, konnten anschließend aber entlassen werden.

Nur ein Kraftfahrer wurde zum Jahreswechsel unter Alkoholeinfluss gestellt. Wie Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust, informierte, kontrollierte eine Streife am 1. Januar gegen 2.50 Uhr in Neustadt-Glewe einen aus der Region stammenden Pkw-Fahrer. Der Alkomattest zeigte bei dem 48-Jährigen knapp 0,6 Promille an. Er durfte nicht weiter fahren.

Einen nicht alltäglichen Einsatz hatten Ludwigsluster Polizeibeamte am letzten Tag des Jahres gegen 17.45 Uhr. Gilbert Küchler: „Wir erhielten von unseren Kollegen der Bundespolizei den Hinweis, dass im ICE von Hamburg nach Berlin eine Frau sein solle, die einen verwirrten Eindruck mache. Daraufhin schickten wir Beamte zum Bahnhof in Ludwigslust. Beim planmäßigen Halt des Zuges bestätigte sich die Mitteilung und die Frau wurde aus dem Zug geholt. Sie hatte keinen Fahrschein, beleidigte und bespuckte die Polizisten, ließ sich letztendlich aber doch in eine psychiatrische Einrichtung in Schwerin einweisen.“

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