Diese Schule macht fit für den Job

Zeigten den Mitgliedern der Jury ihre Schule: Jenny, Nike Janett und Josi-Milane (v.r.).
Zeigten den Mitgliedern der Jury ihre Schule: Jenny, Nike Janett und Josi-Milane (v.r.).

Regionale Bildungseinrichtung „Karl-Scharfenberg“ Neustadt-Glewe verteidigt das „Berufswahl-Siegel MV“

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22. März 2018, 12:00 Uhr

„Wenn Sie hier aus dem Fenster schauen, sehen Sie unseren Schulgarten. Wir haben da Erdbeeren, Kartoffeln, Salate Kürbisse und viel anderes Obst und Gemüse. Und alles ohne Chemie.“ Stolz präsentierten Jenny Hanckel, Nike Janett Kollruß und Josi-Milane Schaefer gestern Vormittag den Gästen auf einem Rundgang nicht nur ihren Schulgarten, sondern die ganze Schule. Die drei Mädchen gehören zur Klasse 10 b der Karl-Scharfenberg-Schule Neustadt-Glewe, die Gäste zu einer Jury: Vertreter verschiedener Institutionen und Unternehmen. Die Jury sollte gestern nun über das Berufswahl-Siegel für die Schule entscheiden.

Das Siegel besitzt die Schule bereits seit 2014. Am Mittwoch nun ging es darum, ob man es behalten darf. Hannelore Wilken, Projektleiterin „Berufswahl-Siegel MV“ beim Bildungswerk der Wirtschaft MV, erklärte einleitend: „Eine Rezertifizierung hat einen noch höheren Wert als die erstmalige Verleihung, weil sie belegt, dass die Schule in Hinsicht einer vorbildlichen Berufsorientierung kontinuierlich arbeitet.“

Und genau das ist in der Karl-Scharfenberg-Schule offensichtlich der Fall. Nicht, nur, weil auf Fluren und in Klassenzimmern viele Wandzeitungen zu sehen sind, die zum Beispiel auf Berufsmessen oder Mädchen- und Jungstag hinweisen sowie verschiedene Berufe vorstellen. Berufsorientierungslehrer Olaf Steidl und Lehrerkollege Bernd Radestock erläuterten der Jury, wie in den Klassenstufen fünf bis zehn gearbeitet wird, um den Schülerinnen und Schülern Perspektiven in den verschiedenen Berufen aufzuzeigen. So besuchen beispielsweise schon die Fünftklässler Unternehmen in der Region, wie die Schau(m)-Manufaktur in Grabow, oder die Lewitzfischteiche.

Olaf Steidl: „Auch Eltern stellen teilweise ihre Berufe vor. So war zum Beispiel eine Krankenschwester bei uns, zeigte den Schülern ihre Ausrüstung. “

In der neunten Klasse stehen Betriebspraktika an. Hier will die Schule jetzt ein sogenanntes Betriebsranking anlegen, in dem die Erfahrungen mit den jeweiligen Unternehmen dargelegt werden. Daraus kann man dann nachfolgenden Jahrgängen wertvolle Tipps für ihre Praktika geben.

Und nicht zuletzt leistet auch die Schülerfirma „Bio-Top“ einen Beitrag, wenn es um die Berufswahl geht. Mit Unterstützung anderer Schüler werden im eingangs erwähnten Schulgarten jede Menge Obst und Gemüse angebaut, geerntet und dann auch mit anderen Speisen zubereitet sowie teilweise verkauft.

Hinsichtlich der Berufsorientierung gibt es an der Schule viele weitere Aktivitäten. Die Jury jedenfalls war offensichtlich zufrieden und stellte am gestrigen Nachmittag nach gründlicher Auswertung fest: Die Karl-Scharfenberg-Schule darf das Berufswahl-Siegel behalten. Schulleiterin Ute Ott am Nachmittag gegenüber SVZ: „Wir freuen uns natürlich riesig. Die Jury hat besonders unsere Kooperation mit den Netzwerkpartnern hervorgehoben, ebenso die Praxisnähe durch Praktika und Betriebsbesuche. Für uns ist die Berufswahlkompetenz eines der wichtigsten Standbeine neben der Wissens- und Kompetenzvermittlung.“

Die Schule darf das Siegel nun bis mindestens 2023 behalten.

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