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Nazi-Konzert in Neustadt-Glewe : Diese „Geburtstagsparty“ fiel aus

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei verhindert am Stadtrand von Neustadt-Glewe konspirativ vorbereitete Musikveranstaltung der rechten Szene

von
erstellt am 13.Nov.2017 | 20:55 Uhr

Sie bereiteten angeblich gerade eine Geburtstagsparty vor und warteten nur noch auf die „Gäste“.

Polizisten verhinderten am Sonnabend in Neustadt-Glewe eine geplante Musikveranstaltung der rechten Szene. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: „Bereits Mitte der Woche hatten sich bei unseren Recherchen Hinweise ergeben, dass in der Region Neustadt-Glewe möglicherweise eine rechte Musikveranstaltung stattfinden soll.“ Offensichtlich war die Polizei dann am Sonnabend gut vorbereitet. Gegen 17 Uhr tauchten Beamte an einer Baracke am Stadtrand nahe der A 24 auf. Hier trafen die Polizisten auf einige Personen, die bereits eine Musikanlage installiert und Musikinstrumente aufgebaut hatten. Sie wollten eine „Geburtstagsparty“ vorbereiten, behaupteten die Anwesenden.

In Wirklichkeit handelte es sich offenbar um die konspirative Vorbereitung einer Veranstaltung der rechten Szene. Denn nicht wenige der nach und nach eintreffenden „Geburtstagsgäste“ waren der Polizei längst bekannt. Polizeisprecher Wiechmann: „Wir stellten die Identität von insgesamt 44 Personen fest, die augenscheinlich an dieser Veranstaltung teilnehmen wollten. Gegen 17 von ihnen wurden Platzverweise ausgesprochen. Dabei handelt es sich um Personen, die zum Teil wegen politisch motivierter Straftaten bekannt sind und aus verschiedenen Regionen Brandenburgs, aus Westmecklenburg und aus dem Großraum Hamburg nach Neustadt-Glewe anreisten. Ihnen wurde der Zutritt zu dem barackenähnlichen Gebäude am Stadtrand verwehrt.“ Beamte des Polizeihauptreviers Ludwigslust und der Bereitschaftspolizei – insgesamt rund 40 Polizisten – kamen zum Einsatz. Störungen gab es laut Sprecher Klaus Wiechmann nicht.

Übrigens kannten die Polizisten auch die Örtlichkeit, in der die Veranstaltung stattfinden sollte, bereits. Im März 2015 war genau hier ebenfalls eine rechte Musikveranstaltung verhindert worden. Es hatte neun Platzverweise gegeben. Auch damals war die Polizei auf Personen gestoßen, die bereits eine Musikanlage installiert hatten.

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