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Ludwigsluster Tageblatt

24. Oktober 2017 | 08:03 Uhr

Ludwigslust : Diese Firmen bieten mehr

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

18 Siegel für familienfreundliche Unternehmen

von
erstellt am 19.Okt.2015 | 13:05 Uhr

Das Hagenower Trolli-Werk hat es seit gestern, die Stadtverwaltung in Ludwigslust auch, das Edeka-Fleischwerk wird sich damit schmücken genauso wie die Boizenburger Drinkuth GmbH. Diese Firmen haben sich mit etlichen anderen aus dem Landkreis einer nicht ganz einfachen Überprüfung gestellt und dürfen sich nun ganz offiziell als familienfreundlich bezeichnen. „Sie signalisieren ihren Beschäftigten: Wir sind ein Team, bei uns seid ihr willkommen“, lobte Berit Steinberg als Chefin der kreislichen Wirtschaftsförderung die Teilnehmer. Die erhielten gestern mit ziemlich viel Aufwand und in sehr feierlicher Runde im Goldenen Saal des Ludwigsluster Schlosses ihre Zertifikate.

Worum geht es? Es geht, das wurde gestern gleich mehrfach betont, um einen Wechsel in der Arbeitswelt. Wer als Unternehmen dauerhaft eine Zukunft haben wolle, der müsse sich dem Thema Kinder- und Familienfreundlichkeit stellen, erklärte Landrat Rolf Christiansen. Und immer mehr Firmen im Landkreis verstehen nicht erst seit gestern, dass es bei der Bindung der Mitarbeiter ans Unternehmen um mehr als nur den Lohn geht. Obwohl das Gefälle zu den nahen westlichen Bundesländern noch immer eine wichtige Rolle spielt.

Flexible Arbeitszeitmodelle, Lösungen für einzelne Mitarbeiter, Zuschüsse für Kita-Gebühren, Home-Office, preiswertes und vor allem gesundes Essen im Unternehmen, Mitspracherecht im Betrieb, regelmäßige gemeinsame Feiern, Gesundheitsmaßnahmen, Zuwendungen für Geburten oder Hochzeiten, gezielte Weiterbildungen mit Aufstiegschancen im Betrieb - mit diesen und ähnlichen Maßnahmen haben die zertifizierten Betriebe vor der Jury gepunktet. Sie dürfen nun drei Jahre dieses Siegel führen, und nicht wenige Firmen haben das Logo schon bei ihren jüngsten Anzeigenkampagnen auch eingesetzt. Beim Kreis hoffte man natürlich, dass weitere Unternehmen mitmachen wollen. Denn langfristig will man weg vom Image des Pendlerkreises mit vergleichsweise billigen Arbeitskräften.

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