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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 01:04 Uhr

Heiddorf : Die Welt der Kräuter erkundet

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Freunde der Apfelscheune Ludwigslust stillten ihren Wissensdurst bei einer Exkursion zu Dr. Dörte Grahlmann nach Heiddorf

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Dr. Dörte Grahlmann von der Kranich-Apotheke in Heiddorf, seit 1994 dort ansässig, erläuterte ihren Besuchern, den Freunden der Apfelscheune Ludwigslust, „alte“ und „neue“ Kräuter. Sie machte Ausführungen zu deren Nutzung und Heilwirkung. Menschen nutzten zu allen Zeiten die Kräfte der Natur, um zu heilen und zu lindern. Überliefertes Wissen wurde in den letzten 100 Jahren erweitert und vervollkommnet, wodurch „moderne Kräuterhexen“ entstanden. An Selbstheilung muss man auch glauben und bereit sein, den Weg zurück zur Natur zu finden. Bei ernsten Erkrankungen ist eine alleinige Behandlung mit Kräutern nicht möglich, gab sie zu bedenken.

Dr. Grahlmann verspürte viel Wissensdurst. Dass man aus selbst gepflückten und getrockneten Hagebutten eigenen Tee herstellen kann, wussten viele. Dass die Hagebutten aber einige Stunden in kaltem Wasser angesetzt werden müssen und erst dann der Sud aufgekocht wird, war den meisten bisher unbekannt.

Schmunzeln gab es bei der Vorstellung der Heilkräfte vom Mönchspfeffer. Der Mönchspfeffer mit seinem interessanten und intensiven Geruch soll männliche Triebe unterdrücken, allerdings eine segensreiche Wirkung bei jungen Frauen haben. Die Samen der Nachtkerze enthalten ein Öl, das eine besondere Heilwirkung bei Neurodermitis hat. Ob Weinraute, Königskerze, Lavendel, Schwarzpfeffer, Gingko oder vieles mehr – jedes Gewächs ist ein schönes Geschöpf der Natur und kann uns Menschen gesund erhalten oder machen. Es wurden Unmengen an Hinweisen und Tipps mit nach Hause genommen.

Ehe es jedoch soweit war, erstatteten die Freunde der Apfelscheune noch dem Kirchenensemble in Alt Jabel einen Besuch ab. Pastor Christoph Tuttas zeigte die Ruine der Michaelis-Kirche, die von Mönchen des Zisterzienserklosters in Eldena 1250 am Wendenwall zu Jabel erbaut wurde. Dieses Denkmal fügt sich im gesamten Areal wunderbar ein. Selbst zahlreiche Eldenaer kannten weder dieses noch die 1908 erbaute neue Kirche und „Dat Lütt Museum“ mit der Ausstellung zur Heimat- und Kirchengeschichte der Jabeler Heide.

Für alle brachte der Ausflug nicht nur Abwechslung im täglichen Allerlei, sondern viele Neuigkeiten mit sich. Ein herzlicher Dank an die Organisatoren.

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