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Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 06:31 Uhr

Ludwigslust : Die Suche nach dem Schlossgeist

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Museumspädagogin Sylvia Wulff führte Kinder fast bis unter das Dach der Residenz von Großherzog Friedrich

Im Rahmen des Ferienprogramms öffnen sich die Türen im Ludwigsluster Schloss an diesem Tag etwas früher als sonst. Die Kinder vom evangelischen Kindergarten Alexandrinenstift in Ludwigslust begeben sich mit einigen weiteren Tagesbesuchern auf die Suche nach dem Schlossgeist.

Sylvia Wulff, seit 11 Jahren Museumspädagogin in Ludwigslust, führt die Kinder fast bis unter das Dach der Residenz von Großherzog Friedrich. Zu Beginn erzählt die Museumsführerin von einer Nachricht, in der der Geist um die Hilfe der Kinder bittet und gerettet werden muss.

Die Vier- bis Siebenjährigen lauschen gespannt den Nachrichten, die der Schlossgeist hinterlassen hat. Gemeinsam lösen sie verschiedene Rätsel wie ein Bilderpuzzle und ein Memory mit Bildern vom Schloss und wichtigen Sehenswürdigkeiten in Ludwigslust.

Außerdem zählen die Kleinen schon wie die ganz Großen die Kerzen im goldenen Saal. „Wer kann schon bis 100 zählen?“, fragt die Museumspädagogin. Tatsächlich gehen einige Finger stolz nach oben. Die jungen Detektive sind sichtlich beeindruckt von dem Prunk und dem ganzen Gold im Schloss. Mit Eifer folgen sie weiter den hinterlassenen Hinweisen des Geistes. Die einzelnen Lösungen der Rätsel leiten die Kinder immer einen Raum weiter und so kommen sie dem Ziel immer näher.

Guido Mussehl ist als Tagesgast mit seinem Sohn Finley extra aus Greifswald angereist. Beide machen Urlaub im beschaulichen Schwerin und der Vater hatte im Internet von dem Programm erfahren. „Mein Sohn findet solche Abenteuer toll. Wir haben in Schwerin auch schon bei einer Geocaching-Tour mitgemacht“, erzählt der Lehrer.

Langsam wird es dunkler und die Gänge schmaler. Von Angst ist bei den meisten Kindern noch nichts zu merken. Für die wenigen Ängstlichen halten Kindergartenleiterin Annette Hüsing und Sabine Ahrndt schützend ihre Hände hin. In den Gemächern des Geistes erwartet die Kinder eine hölzerne Truhe, die sie mit großen Erwartungen öffnen. Ob der Schlossgeist darin lebt? Leider nein, aber statt des Geistes erwartet die Kinder eine Überraschung von ihm persönlich. Als Dank für ihren Einsatz hinterließ er für jeden Teilnehmer Gummibärchen. Trotzdem sind die Kinder verwundert, denn sie hatten ja einen Geist erwartet, der gerettet werden muss.

Sylvia Wulff klärt auf: „Der Geist hatte in seiner Nachricht geschrieben, dass er sich vor Erwachsenen nicht zeigt.“

Dieses kleine Detail hatten die Kinder in der Aufregung ganz vergessen.


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