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Sanddornkönigin in der Lindenstadt : Die Monarchie kehrt nach Ludwigslust zurück

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Spätestens im Frühherbst wird es eine Sanddornkönigin in der Lindenstadt geben. Für Silvia Hinrichs, die Vorstandsvorsitzende der Produktivgenossenschaft "Storchennest", eine absolut logische Entwicklung.

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erstellt am 22.Apr.2013 | 10:26 Uhr

ludwigslust | Die Monarchie kehrt nach Ludwigslust zurück: Spätestens im Frühherbst wird es eine Sanddornkönigin in der Lindenstadt geben. Für Silvia Hinrichs, die Vorstandsvorsitzende der Produktivgenossenschaft "Storchennest", eine absolut logische Entwicklung. Nicht so sehr aus absolutistischer Nostalgie, weil die mecklenburgische Herrscherfamilie hier einst ihren Sitz hatte. Die Gründe sind viel moderner und zukunftsweisender. Die Ludwigsluster Sanddornproduzenten sind immer noch die größten Anbieter der "Zitrone des Nordens" in Deutschland. Auf 120 Hektar wachsen die äußerst vitaminreichen Beeren an stachligen Sträuchern. Schon 30-jährige Erfahrung verbinden die Lindenstädter mit dem Sanddornanbau - wer wenn nicht sie wäre prädestiniert, den Menschen die Vorteile dieser Frucht nahe zu bringen. Zwar sei Sanddorn im Aufwind, er könne aber einen weiteren Popularitätsschub vertragen, findet Silvia Hinrichs. Wer sich als Sanddornkönigin oder auch -könig bewerben möchte, findet die Bedingungen neben diesem Artikel. Darin waren die Storchennestler schon immer gut: eigene Interessen mit denen der Stadt zu verbinden, in der sie seit 52 Jahren zum "Inventar" gehören, aktuell mit 29 Beschäftigten, darunter zwei Azubis, und auch wieder als Sponsor für Jugendprojekte.

Am 16. Mai startet eine weitere Aktion, die nicht nur Einrichtungen in der Stadt verschönern soll, sondern gleichzeitig Werbung für den Beruf des Gärtners macht. Silvia Hinrichs ist überzeugt, dass praktische Tätigkeit die beste Möglichkeit ist, Spaß am Beruf zu entwickeln. Schulen und Kindergärten können Großkisten bepflanzen. Diese werden ausgestellt und von den Kunden des Gartenmarktes bewertet. Anschließend gehen die bepflanzten Kisten als Verschönerung der Einrichtungen an diese Zurück. "Wir haben bereits acht Anmeldungen für diesen Tag", freut sich die Vorstandsvorsitzende.

Am Sonnabend war aber erst einmal der traditionelle Start in die Beet- und Balkonsaison. Fünf Stunden lang herrschte das gewohnte rege Kommen und Gehen im Gartenmarkt an der Friedrich-Naumann-Allee. Das ist seit 20 Jahren Ende April so. Einschließlich der Gelegenheit, sich auch in der angrenzenden Gärtnerei umzuschauen. Das Frühjahr ist bisher auch für die PG Storchennest schlecht verlaufen. Der lange Winter hat Sorgenfalten verursacht. "Die Hälfte unserer Primeln mussten wir wegwerfen", untermalt Silvia Hinrichs die nicht gerade rosige Situation. Aber bei einem Blick in den Markt hellt sich ihre Miene gleich wieder auf. Die Resonanz am Sonnabendmorgen ist gut, schätzt sie ein.

Rund 50 Arten von Beet- und Balkonpflanzen wachsen in den Gewächshäusern der PG Storchennest heran. Die Stiefmütterchen sind durch, die Geranien brauchen noch etwas Zeit. Silvia Hinrichs, erfahren im Beruf und seit 1999 Vorstandsvorsitzende, bleibt vorsichtig: "Wir wissen, dass die Eisheiligen noch kommen", sagt sie auch in Richtung allzu voreiliger Hobbygärtner.

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