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Ludwigsluster Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:21 Uhr

Neustadt-Glewe : Die Kritiker sind überstimmt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Nach monatelangem Hin und Her votiert Neustadt-Glewe für Regionales Entwicklungskonzept

von
erstellt am 09.Jul.2016 | 06:59 Uhr

Nun also doch: Mit deutlicher Mehrheit haben sich Neustadt-Glewes Stadtvertreter am Donnerstagabend für eine Vereinbarung zum Regionalen Entwicklungskonzept A14 (REK A14) zwischen Grabow, Ludwigslust, Neustadt-Glewe und dem Landkreis entschieden. Nach monatelangem Hin und Her konnte sich die CDU im Neustädter Parlament mit ihrer Kritik zum im Konzept vorgesehenen Regional-Management nicht durchsetzen. „Die A 14 ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme in der Region“, sagte Fraktionschef Christian Rosenkranz vor der Abstimmung. „Deshalb unterstützen wir auch die Idee für das Entwicklungskonzept. Was wir aber nicht unterstützen, ist der darin vorgesehene Regionalmanager.“ Das REK, so Rosenkranz weiter, sei keine „Schmuserei“ unter den beteiligten Kommunen, sondern „knallharter Standortkampf“. Und da Neustadts Bemühungen für das interkommunale Gewerbegebiet mit Brenz zurzeit ins Leere liefen, seien die Rahmenbedingungen hier leider andere als in Ludwigslust oder Grabow. „Zudem erwarte ich Regionalmanagement von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landkreises und nicht von einem dafür eigens eingerichteten Konstrukt im REK“, sagte Rosenkranz. Er fand dafür an dem Abend aber nur die Zustimmung seiner Fraktion. Die anderen elf Stadtvertreter beauftragten per Beschluss die Bürgermeisterin, die Vereinbarung mit Grabow und Ludwigslust zu schließen, damit der längst erwartete Antrag beim Landesförderinstitut für die Förderung des neu einzurichtenden Regionalmanagements gestellt werden könne. Bürgermeisterin Doreen Radelow freute sich gestern über die Entscheidung. „Sicher wird es hier und da Reibungspunkte geben“, sagte sie. „Aber ich werde mich dafür einsetzen, dass Neustadt-Glewe nicht zu kurz kommt.“ Das REK beinhalte ja neben der Wirtschaft auch Entwicklung von Tourismus und Wohnungsbau. „Ich bin mir sicher, wir können mit unserer Erdwärme gerade bei ,energiefressenden’ Firmen gut punkten“, so Radelow.

Die Vereinbarung zum REK soll nun noch vor der Sommerpause unterzeichnet werden. In Ludwigslust, wo man auf der letzten Stadtvertretersitzung schon angekündigt hatte, das REK notfalls auch nur mit Grabow ohne Neustadt-Glewe umzusetzen, stieß die Nachricht gestern auf große Freude. „Wir müssen aufhören, nur innerhalb unserer Ortsschilder zu denken“, sagte Bürgermeister Reinhard Mach. „Es geht um das Entwicklungspotenzial im Städtedreieck. Wenn an der A 14 etwas entsteht, profitiert doch die ganze Region davon.“

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