muchow : Die Kirche im Dorf lassen

Die Dorfkirche in Muchow
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Die Dorfkirche in Muchow

Für Irmtraud Krage aus Muchow war das Gotteshaus schon als Kind immer vor allem als Treffpunkt wichtig. Turm soll erneuert werden

svz.de von
07. Februar 2018, 12:00 Uhr

Eine Kirche ist für ein Dorf nicht nur in Glaubensfragen von Bedeutung – sie gehört einfach zum Dorfbild. Schon von weit her ist der Muchower Kirchturm über das Feld zu sehen. Das Gotteshaus ist der zentrale Punkt des kleinen Dorfes mit etwa 290 Einwohnern. Die romanische Dorfkirche aus der Renaissance ist eine von acht Kirchen in den evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Brunow und Muchow.


Neugotischer Bau erinnert an Kreuzkirche

„Schon als Kind war die Kirche immer vor allem als Treffpunkt wichtig“, so die Muchower Kirchenälteste Irmtraud Krage. „Man traf sich dort mit allen Kindern des kleinen Dorfes, um anschließend zu spielen.“ Die Muchowerin ist seit letztem Jahr im Kirchengemeinderat. „Vor allem ist die Kirche schon immer präsent gewesen“, sagte Sylvia Eggers, ebenfalls Kirchenälteste. „Und für mich ist die Muchower die schönste Kirche, die es gibt, das geht auch vielen anderen so.“ Vor allem fällt das Gebäude durch seinen hohen Glockenturm und den mit vielen Nischen versetzten Bau auf. Der neugotische Kirchbau erinnert beinahe schon an eine Kreuzkirche.

Das Ludwigsluster Tageblatt selbst berichtete am 7. September 1892 über die feierliche Einweihung der neuerbauten Dorfkirche. Interessant: Ein Teil des alten Rosenkranzaltars befindet sich gegenwärtig im Staatlichen Museum Schwerin. „Früher haben wir dann immer mit Decken auf dem Kirchplatz gelegen und gepicknickt“ erinnert sich Irmtraud Krage.

Aber auch in der Gegenwart gibt es viel zu tun: Ein Holzvorbau vor dem Eingang der Kirche dient als Schutzmaßnahme für den längst baufällig gewordenen Turm, dessen Aufarbeitung bald in Angriff genommen werden soll. Doch fehlen momentan noch die notwendigen Gelder, deswegen hoffen sie auf viele Spenden, um den Bau finanzieren zu können.

Auch dem Dach, welches durch das Sturmtief „Xavier“ einige Schäden zu verschmerzen hat, würde eine Sanierung gut tun. „Die Kirche war immer wichtig und wird auch immer wichtig sein“, so das abschließende Wort von der Ehrenamtlichen Giselind Ortmann.


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