Freiwillige Feuerwehren : Die Feuerwehrmäuse sind los

21 Kinder zwischen vier und sechs Jahren, aus Fahrbinde und Umgebung, sind derzeit Mitglied bei den Feuerwehrmäusen.
21 Kinder zwischen vier und sechs Jahren, aus Fahrbinde und Umgebung, sind derzeit Mitglied bei den Feuerwehrmäusen.

Einmal im Monat veranstalten die ehrenamtlichen Brandbekämpfer aus Fahrbinde ein Treffen für Kleinkinder

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11. November 2015, 11:45 Uhr

Eine Floriangruppe gibt es derzeit noch nicht in der Freiwilligen Feuerwehr in Fahrbinde. Dafür aber eine Feuerwehrmäusegruppe für Kleinkinder. „Auf die Idee zur Gründung so eines Teams sind wir letztes Jahr gekommen. Es gab viele kleine Mädchen und Jungen in unserem Ort und wir haben gedacht, da müsste man mal was machen“, verrät Diane Eggert.

Seit April letzten Jahres finden sich die Feuerwehrmäuse jeden zweiten Montag im Monat gemeinsam mit ihren Eltern in Fahrbinde im Feuerwehrhaus ein. Die Steppkes sind in diesem Fall im Alter von vier bis acht Jahren.

„Wir versuchen, ihnen dabei spielerisch zu erklären und aufzuzeigen, wie man sich in Notsituationen verhält“, erklärt Diane Eggert, die schon seit zehn Jahren Mitglied in der Feuerwehr ist. Außerdem werde den kleinen Sprösslingen beigebracht, wie man den Notruf auf einem Telefon wähle und sich bei der Einsatzzentrale vorstellen müsse. „Wenn ich die Kinder nach der Nummer frage, antworten sie gleich im Chor“, sagt die 47-Jährige schmunzelnd.

„Bei diesen Treffen zeigen wir ihnen, was ein Feuerwehrmann an Schutzbekleidung tragen muss und erzählen den Kindern auch warum. Oder, was sie tun können, wenn sich Rauch in einem Gebäude entwickelt und wie sie sich dann verhalten müssen. Im Übrigen machen wir ihnen auch begreiflich, wie ein Löschfahrzeug funktioniert“, schildert die gelernte Bürokauffrau.
„Wir“ – das seien mit ihr, Diane Eggert, fünf Mitglieder der Feuerwehr. Drei davon seien ausgebildete Erzieherinnen und wüssten genau, wie man den Jüngsten dieses Thema auf eine spielerische Art und Weise vermitteln könne.

„Uns macht es riesigen Spaß, mit den Kindern zu arbeiten“, betont sie im SVZ-Gespräch in Lübesse, dort, wo sie arbeitet. Aktuell bastelt der Nachwuchs kleine Laternen, mit denen sie nächsten Montag um die Häuser ziehen würden.

„Dabei ist uns auch ganz wichtig, dass die Kinder lernen, mit Feuer umzugehen.“ Sie selbst sei durch ihre Familie zur Feuerwehr gekommen. „Mein Vater war damals Wehrführer. Heute bekleidet mein Mann das Amt. Das scheint wohl in der Familie zu liegen“, offenbart sie. Derzeit hat die Feuerwehr 61 Mitglieder. Das seien in der Summe 16 Frauen und 45 Männer. „Hätten wir den Zusammenhalt und die Unterstützung des gesamten Teams nicht, wären diese Treffen für die Mäuse gar nicht machbar. Wenn wir Veranstaltungen haben, wie beispielsweise das Zelten auf dem Spielplatz in Fahrbinde oder die Übungen der Löschangriffe, ist meistens ein Feuerwehrmann für ein bis zwei Kinder zuständig“, schildert die gebürtige Fahrbinderin. Die Events bezahle die Feuerwehr aus eigener Tasche. „Wir bekommen keine Unterstützung. Daher suchen wir uns oft Sponsoren, die die Bezahlung für die Kleidung der Kleinen übernehmen oder Ausrüstungen beisteuern“, erzählt Diane Eggert weiter.

Meistens werde beim Herbst- oder Osterfeuer ein Sparschwein aufgestellt, in das die Mitglieder ein paar Münzen einwerfen könnten. „Wie haben beschlossen, dass die Kinder keinen Beitrag zahlen müssen, weil jedes Kind die Möglichkeit haben sollte, hier mitzumischen.“ Zurzeit sind es insgesamt 21 Feuerwehrmäuse aus Fahrbinde, Rastow und Boldela bei Sülstorf.

So viele Knirpse seien natürlich auch eine Herausforderung. Daher werde überlegt, im nächsten Jahr eine Floriangruppe zu gründen. „Dort würden alle Kinder mitmachen können, die zwischen sechs und acht Jahre alt sind, bevor sie später in die Jugendwehr eintreten“, erklärt Diane Eggert.

Schon allein für nächstes Jahr habe sie wieder vier weitere Anmeldungen für die Gruppe der Feuerwehrmäuse. „Wenn allein ein Drittel der Kinder hier bleiben würde, dann bräuchten wir uns als Ortswehr keine Gedanken über Nachwuchsprobleme machen“, sagt sie und wirkt dabei sehr zuversichtlich.

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