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Dannenberg/Ludwigslust : Die eigene Region im Blick

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mehr als 60 Teilnehmer informierten sich in Dannenberg über Fortschritt des bundesweiten Projekts „Regiobranding“

svz.de von
erstellt am 01.Mär.2017 | 05:00 Uhr

In Dannenberg fand das zweite Regionalforum des Bundesforschungsprojektes „Regiobranding“ statt, in das auch der Landkreis Ludwigslust-Parchim integriert ist. Mehr als 60 Teilnehmer nutzten die Informations- und Kontaktbörse, teilten ihre Lieblingsorte mit oder benannten Themenfelder, die für die Umsetzungsphase Bedeutung haben. Besonderes Interesse galt den Präsentationen der Forschungsergebnisse.

Wie sehen die Befragten ihre Lebensqualität? Was schätzen Sie an Ihrer Region? Wie gut kennen Sie Ihre Nachbarregionen? Diese Fragen wurden 2015 im Rahmen des Bundesforschungsprojektes „Regiobranding - Branding von Stadt-Land-Regionen durch Kulturlandschaftscharakteristika“ in der Kulturlandschaft Griese Gegend im Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Landkreis Lüchow-Dannenberg an insgesamt 4  000 Haushalte versandt. Diese beiden Regionen bilden innerhalb des Projektes einen gemeinsamen Untersuchungsraum.

Die Ergebnisse der Befragung wurden jetzt erstmalig präsentiert. Neben der Bevölkerungsbefragung wurden weitere wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse u.a. über landschaftliche Besonderheiten, Bau- und Bodendenkmäler oder Siedlungsformen während eines Rundganges oder in der Vortragsreihe vorgestellt.


Kulturlandschaften beleben Metropolregion


Zwei Impulsvorträge zeigten exemplarisch, wie bereits jetzt die Inwertsetzung von Kulturlandschaften Bestandteil von Projekten in der Metropolregion Hamburg ist.

Anke Hollerbach und Dr. Franz Höchtl vertraten den niedersächsischen bzw. mecklenburgischen Teil des Unesco-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe. Sie berichteten über die Netzwerke der Biosphärenpartner und der Archeregion Flusslandschaft Elbe.

Dagmar Schulz und Joachim Müller präsentierten die Landkreise Lüchow-Dannenberg bzw. Ludwigslust-Parchim. „Grenzgeschichte(n)“ ist das Thema eines geplanten Leitprojektes der Metropolregion Hamburg.

Wie geht der Dialog mit den Akteuren weiter? Dazu teilte Joachim Müller mit, dass im Zeitraum März bis Mai noch drei Beteiligungsveranstaltungen als Workshops bzw. Zukunftswerkstätten geplant sind. Zusätzlich soll im März ein Ideenwettbewerb ausgelobt werden. Als Ergebnis erhoffen sich die beiden Landkreise innovative Impulse für nachhaltige Projekte und Handlungsansätze innerhalb des Forschungsprojektes und für die Zeit danach. Das Bundesforschungsprojekt läuft noch bis Anfang 2019.

Aus den Kulturlandschaften Griese Gegend und Elbetal präsentierten sich die Lokale Aktionsgruppe Leader (LAG) „SüdWestMecklenburg“, der Museumsverbund „Griese Gegend“ und das Unesco-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-MV gemeinsam mit ihren niedersächsischen Partnern. Für diese Netzwerke ist die Zusammenarbeit bereits gelebte Praxis.

In den vergangenen zwei Jahren haben Wissenschaftler verschiedener Universitäten neben zahlreichen Untersuchungen auch Interviews geführt und die Interessen und Meinungen der Bevölkerung zu ihren Regionen erforscht.

Diese Forschungsergebnisse bilden die Grundlage für den Dialog der Wissenschaftler mit den regionalen Akteuren, der auf dem Forum eröffnet wurde. Damit geht das Bundesforschungsprojekt in die aktive Beteiligungsphase über.

Weitere Informationen im Internet unter: www.kreis-lup.de/leben-im-landkreis/regionalentwicklung/regiobranding.

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