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Neustadt-Glewe : Die andere Sicht aufs Alltägliche

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

„Reflektionen“ heißt die erste Foto-Schau des Grafikdruckers Ernst Lau, die bis Ende Mai auf der Burg in Neustadt-Glewe zu sehen ist

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erstellt am 20.Apr.2016 | 17:00 Uhr

Wer schon einmal im Eishotel Jukkasjärvi in Lappland war, kommt mit Fotos nach Hause, die nichts zeigen als Schnee und Eis, eingetaucht in verschiedene Weiß- und Grautöne. „Ziemlich langweilig“, findet das der Grafikdrucker Ernst Lau. Er will anders fotografieren. Überraschen und den Betrachter zum Staunen bringen. Seine Fotos aus der schwedischen Eishöhle strotzen vor blauen Farbtönen und Lichteinfällen. „Ich will den Moment so einfangen, wie ich ihn erlebe“, sagt Ernst Lau. Und es freue ihn, wenn die Betrachter der Fotos später verblüfft davor stünden.

„Ernst Lau schafft es, Momente aus nicht alltäglichen Sichtweisen einzufangen“, heißt es in der Laudatio zur Ausstellung „Reflektionen“, die zurzeit auf der Burg in Neustadt-Glewe zu sehen ist. Bernd Schattinger würdigt ihn darin als „ausgezeichneten Beobachter, der mit der Kamera nicht einfach draufhält, sondern bewusst Bewegungsschärfe und Perspektiven einsetzt, um den Moment für andere emotional erlebbar zu machen“.

Erstmals in Neustadt Glewe werden Laus Fotografien nun einer breiten Öffentlichkeit gezeigt. Schon zur Vernissage am Sonnabend war das Interesse groß. „Ich kannte Ernst Lau bisher nur als großartigen Grafikdrucker. Dass er auch wunderbare Fotos machen kann, überrascht mich“, sagt Günther Schulz, Hobbyfotograf aus Neustadt-Glewe. Schulz’ Lieblingsfotos hängen ganz hinten an der Backsteinfassade im Alten Haus. Ernst Lau hat darauf Momente eines Tangoabends in seiner Heimatgemeinde Baumgarten bei Bützow eingefangen. „Manche würden von diesem Abend vielleicht einhundert Fotos schießen“, erzählt Ernst Lau. „Ich habe gerade mal 25 gemacht.“

Ein halbes Jahr hat der Künstler aus Baumgarten an der Auswahl seiner Fotos für die Schau gearbeitet und allein zwei Monate den dazugehörigen Katalog gestaltet. „Natürlich gefällt es mir, wenn es Ihnen gefällt“, sagte er am Sonnabend in seiner kleinen Ansprache. Noch lieber aber sei ihm Kritik. „Es wäre mir wirklich lieb, mehr davon zu hören. Nur so kann ich am besten weitermachen.“

Kritik ist ihm sympathisch. „Es wär mir wirklich lieb, wenn mir einer sagt, was ihm nicht gefällt. da kann man weitermachen“

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