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Ludwigsluster Tageblatt

23. September 2017 | 06:02 Uhr

Ludwigslust : Der Wildschwein-Flüsterer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ehemaliger Revierförster Hans Jalaß präsentiert in einer neuen Ausstellung im Zebef seine Erfahrungen mit Wald und Wild

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Hans Jalaß sitzt im Wald inmitten einer Wildschweinrotte. Die Tiere schnüffeln an ihm, stupsen ihn mit der Schnauze an. Eine Bache legt sich sogar an seine Beine und lässt sich den Bauch kraulen. Diese außergewöhnlichen Szenen hat der ehemalige Revierförster des Bundesforstamtes Lübtheen mit der Kamera festgehalten. Das Videomaterial und über 50 Bilder sind bald Teil der neuen Ausstellung „Leussower Heide – Wald und Wild“, die am Freitag, dem 10. März, im Zebef in Ludwigslust eröffnet wird.

Bereits seit 1994 begab sich Hans Jalaß regelmäßig in die Mitte der Wildschweine in der Alt Jabel-Leussower Heide. Seine letzten Videoaufnahmen stammen aus dem Jahr 2004, die letzten Bilder hat er 2010 geschossen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Hans Jalaß als Revierförster tätig. „Die Tiere mussten sich natürlich erst einmal an mich gewöhnen. Es hat gedauert, bis sie mich akzeptiert hatten, wollten mich sogar beißen. Aber ich habe nicht aufgegeben und dadurch sind diese einzigartigen Aufnahmen entstanden“, erklärt der 71-Jährige, der in Hohenwoos lebt.

Der Kontakt zum Zebef und die Idee zu einer Ausstellung kam über Constanze Nick zustande. Sie ist die Projektleiterin im Bereich Umweltbildung und damit auch für die Waldschule in Alt Jabel zuständig. Hier werden verschiedene umweltpädagogische und sportliche Aktivitäten und auch Ferienlager angeboten. „Wir wollen den Kindern zeigen, was es alles in der Natur zu entdecken gibt. Und dazu passen diese Eindrücke aus dem Wald und die Ausstellung natürlich perfekt“, erklärt Constanze Nick.

Deshalb finden im März zusätzlich drei Workshops mit Hans Jalaß im Zebef statt, an denen die Schüler der Edith-Stein-Schule teilnehmen. „Ich möchte Kinder für die Natur begeistern und sie mal weg von Handy und Computer holen“, so Jalaß. Außerdem sei es ihm ein besonderes Anliegen, dass die jüngeren Generationen ein Bewusstsein für seltene Pflanzen oder bedrohte Tierarten entwickeln.

Zur Ausstellungseröffnung am 10. März sind alle Bürger herzlich eingeladen. Ab 17 Uhr wird Hans Jalaß im Saal des Zebef einen Vortrag über Rot- und Schwarzwild, den Lebensraum Alt Jabel-Leussower Heide und seine persönlichen Erfahrungen halten und die Besucher anschließend durch die Fotoausstellung führen. Außerdem werden Ausschnitte des Videomaterials gezeigt.

Interessierte können die Ausstellung bis zum 3. April im Zebef zu den regulären Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr) besuchen.

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