Ludwigslust : Der Neue kennt sich hier gut aus

Polizei-Hauptmeister Peter Münch übergab die Fahrräder Werkstattleiter Thomas Seifert und Zebef-Geschäftsführer Fabian Vogel (v. l.).  Fotos: andreas münchow
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Polizei-Hauptmeister Peter Münch übergab die Fahrräder Werkstattleiter Thomas Seifert und Zebef-Geschäftsführer Fabian Vogel (v. l.). Fotos: andreas münchow

Polizei-Hauptmeister Peter Münch ist seit Januar Kontaktbeamter im Bereich Ludwigslust-Land / Gestern übergab er Zebef-Werkstatt Fahrräder

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29. Januar 2016, 07:00 Uhr

Das eine Fahrrad hat einen weißen Rahmen, das andere ist blau-weiß. Beide sehen wie neu aus – und wurden irgendwann einmal gestohlen. Jetzt gehören  die Drahtesel  dem Zebef e. V. Es hat alles seine Richtigkeit. Die Polizei selbst hat die Räder dem Verein geschenkt.

Gestern Mittag in der Kinder- und Jugendwerkstatt des Zebef: Polizei-Hauptmeister Peter Münch übergibt beide Fahrräder Werkstattleiter Thomas Seifert. Er und Zebef-Geschäftsführer Fabian Vogel danken dem Polizisten. „Die Fahrräder werden wir für unsere Kinder und Jugendlichen nutzen, um sie fit für den Straßenverkehr zu machen“, freut sich Thomas Seifert.

Die Fahrräder hatte die Polizei im November 2013 in einem Transporter gefunden, mit dem zwei Ganoven nach einem Tankstellenüberfall in Ludwigslust flüchten wollten. Polizeisprecher Klaus Wiechmann: „Die Verdächtigen sagten damals aus, dass  die Räder irgendwo in den Altbundesländern gestohlen waren. Wo aber, wussten sie nicht mehr. Trotz umfangreicher Recherchen konnten wir die ursprünglichen Besitzer nicht finden. Schließlich entschloss sich unser Kriminalkommissariat in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft, die Räder einem gemeinnützigen Zweck zuzuführen. Weil wir mit dem Zebef schon lange gut zusammen arbeiten, entschieden wir uns für die Kinder- und Jugendwerkstatt.“ Die Übergabe der Räder ist ein schöner Einstand für Hauptmeister Peter Münch, der seit Januar als Kontaktbeamter im Bereich Ludwigslust-Land eingesetzt ist und demnächst offiziell in diese Funktion eingewiesen wird.  Der gebürtige Ludwigsluster ist seit 1989 Polizist, war zunächst bei der Verkehrspolizei und wurde nach der Wende Schutzpolizist. „Aus meiner Streifentätigkeit in all den Jahren im Bereich des Polizeihauptreviers  kenne ich mich hier gut aus, weiß um die Gegebenheiten und kenne viele Leute“, sagt der 53-Jährige.

Hatte er früher vor allem Kontakt zu den Menschen, wenn er mit seinen Kollegen zu Einsätzen gerufen wurde, wird er jetzt noch dichter an den Leuten dran sein. „Nun werde ich natürlich auch außerhalb von Einsätzen Kontakt suchen, mich erkundigen, was die Menschen bewegt, welche Probleme es gibt.“ Das können  Hinweise zu Autorasern ebenso sein wie Beschwerden über mögliches Rowdytum in den Dörfern. In den kommenden Tagen und Wochen wird  Peter Münch deshalb auch das Gespräch mit den Bürgermeistern „seiner“ Gemeinden suchen. Dazu gehören die Dörfer rund um Ludwigslust wie Wöbbelin, Lüblow, Göhlen, Kummer, Glaisin, Leussow, Krenzlin und Warlow. Ist der Ludwigsluster Kontaktbeamte beispielsweise im Urlaub, wird  Münch ihn in der Stadt vertreten.

Peter Münch ist im Polizeihauptrevier Ludwigslust unter Tel. 03874-4110 zu erreichen.

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