Leussow : „Der Glaube ist eine starke Ressource“

Insa Wilms freut sich auf ihre neuen Aufgaben.
Insa Wilms freut sich auf ihre neuen Aufgaben.

Insa Wilms ist die neue Pastorin der Kirchengemeinde Leussow-Redefin

svz.de von
17. März 2016, 13:21 Uhr

„Ich will von Gott erzählen wie von einem Menschen, den ich liebe.“ Was eigentlich der Titel eines Werkes von Hans Frör ist, nutzt Insa Wilms, um auszudrücken, was ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist. Die 61-Jährige hat kürzlich das Pastorenamt der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Leussow-Redefin übernommen und wird am Sonntag ihren ersten Gottesdienst halten. „Die Strukturen sind anders, als die die ich kenne. Es ist Neuland für mich, weil es zwei Gemeinden sind, die zwar miteinander verbunden sind, aber doch sehr unterschiedlich zu sein scheinen“, sagte Insa Wilms im SVZ-Gespräch. Und doch freue sie sich auf die Gemeinden und auf die gemeinsame Zeit.

Geboren ist Insa Wilms in Niedersachsen, aufgewachsen in Baden-Württemberg. In Bremen hat sie ihr Abitur gemacht und in Hamburg schließlich ihren Studienabschluss in evangelischer Theologie. Als Pastorin war sie mit dem Schwerpunkt in der Kinderklinik 20 Jahre in der Universitätsklinik Mainz tätig. Dort lernte sie auch ihren heutigen Mann Jürgen Meier-Wilms kennen, mit dem sie sich etwa 15 von diesen 20 Jahren die Stelle teilte. „Das gibt es nicht oft“, kommentierte die 61-Jährige diese Tatsache mit einem Lächeln.

Als sie von der offenen Stelle in Leussow erfuhr, bewarb sich Insa Wilms beim Kirchengemeinderat als Pastorin. Nach einem Vorstellungsgottesdienst entschied der Kirchengemeinderat, Insa Wilms einzustellen. „Ich lerne die Gemeinde langsam kennen und erlebe eine große Offenheit und Freundlichkeit“, sagte die Pastorin. „Ich bin neugierig auf die Menschen und auf das, was passieren wird.“

Zu ihren Aufgaben gehören neben den Gottesdiensten unter anderem die Teilnahme an Seniorenkreisen, Taufen, Beerdigungen sowie die Seelsorge. Und natürlich das Predigen. „Ich predige gerne“, sagte Insa Wilms lachend. Sie arbeite und beschäftige sich dafür gern mit Texten. „Ich bin nicht jemand, der mit fertigen Konzepten kommt. Ich kann nicht sagen: ,Wenn ich gehe, habe ich dies und jenes geschafft.’ Es ist wichtig, einen gemeinsamen Weg zu gehen.“ Die 61-Jährige würde gucken, wo sie gebraucht wird und wo sie ihre Kompetenzen am besten einbringen könne. „Ich finde es wichtig, da zu sein für die Menschen. Vor allem in Krisensituationen wie Tod, Krankheit und Trauer. In meiner Zeit in der Kinderklinik habe ich diesbezüglich viel erlebt“, so die Pastorin. „Für mich ist der Glaube da eine starke Ressource, weil er neue Wirklichkeiten eröffnet.“ Dennoch würde ihr Glaube auch die Herausforderung mit sich bringen, sich mit dem Warum zu beschäftigen. „Die Frage danach, warum Gott dies oder jenes geschehen lässt“, erklärt sie. Deshalb sei es für sie manchmal wichtiger, Fragen zu stellen, als die Antworten zu haben, weil viele Fragen an Gott offen bleiben.

Wenn Insa Wilms von ihrem Glauben und ihrer Arbeit als Pastorin spricht hört man regelrecht die Begeisterung in ihrer Stimme. „Mir macht der Beruf einfach Spaß. Das war schon immer so.“

Am Sonntag, dem 20. März, um 14 Uhr gibt die 61-Jährige ihren ersten Gottesdienst in der Kirche Redefin.

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