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Ludwigsluster Tageblatt

21. Oktober 2017 | 23:33 Uhr

Ludwigslust : Den Skaterplatz stärker im Blick

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Polizei will nach Hinweis von der Stadt Freizeitanlagen häufiger kontrollieren / Mancher Nutzer ist schon deutlich über 20

von
erstellt am 24.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Die Polizei intensiviert ihren Blick auf die Spielplätze und Parkanlagen in Ludwigslust. „Es geht um Vandalismus, um Verschmutzung und die missbräuchliche Nutzung“, erklärte Gilbert Küchler, Leiter des Polizeihauptreviers Ludwigslust. Bei ihren monatlichen Gesprächen mit der Polizei hatte die Stadt auf das Thema hingewiesen. Ein Schwerpunkt sei die Skateranlage, so Küchler. Bürgermeister Reinhard Mach bestätigt: „Dort liegt häufig Abfall herum, so dass die Mitarbeiter des Bauhofs regelmäßig dorthin fahren müssen. Und manchmal ist auch etwas kaputt.“ Auch in der polizeilichen Arbeit fällt die Anlage immer wieder auf. „Es hat schon verschiedene Straftaten von Sachbeschädigung über Raub bis hin zu gefährlicher Körperverletzung gegeben.“

Die Stadt habe eindeutige Festlegungen für die Nutzung getroffen und diese auf entsprechenden Schildern auch kundgetan, so Küchler. Danach sind Tiere auf der Skateranlage genauso verboten wie das Rauchen. Genutzt werden kann der Platz von 8 bis 22 Uhr von Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 18 Jahren. „Häufig vertreiben sich dort aber Leute die Zeit, die das Kindes- und manchmal auch das Jugendalter zum Teil schon deutlich hinter sich haben“, so Küchler. „Wir wollen jetzt verstärkt kontrollieren und das Gespräch mit den Jugendlichen und Heranwachsenden suchen.“

Das sollte jüngst geschehen. Doch als die Polizeibeamten, unter ihnen Gilbert Küchler selbst, nach dem Gespräch mit einer Gruppe zur nächsten gehen wollten, liefen die Leute auseinander. Nach mehrfacher Aufforderung sei ein junger Mann zurückgekommen, der augenscheinlich schon erwachsen war. Er wurde kontrolliert. „Weil er keinen Ausweis dabei hatte und ihm auch der Aufwand zu groß war, diesen von zu Hause zu holen, erteilten wir einen Platzverweis“, so der Revierleiter. Während der Kontrolle des nach eigenen Aussagen 23-Jährigen wollte sich dessen Kumpel immer wieder einmischen, wurde von den Beamten jedoch zurückgewiesen. Eine Überraschung erlebte Gilbert Küchler dann, als er aufs Revier zurückkehrte. Der kontrollierte Mann und sein Kumpel waren schon da. „Sie wollten sich beim Revierleiter über das Vorgehen der Beamten beschweren“, berichtete Gilbert Küchler. Als der Kumpel erfuhr, dass es der Revierleiter selbst gewesen war, der ihn konsequent zurückwies, entschied er sich für eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

Das ändert jedoch nichts daran, dass die Polizei die Skateranlage und die Spielplätze im Augen behalten wird. „Es geht nicht darum, dass sich Kinder und Jugendliche dort nicht aufhalten sollen“, so Küchler. „Wir wollen aber mehr Struktur hineinbringen.“  

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