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Neustadt-Glewe/Vielank : Dem Radweg großes Stück näher

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Ministerpräsident Sellering: Land schlägt dem Kreis den Lückenschluss an der Landesstraße 06 vor /Interessengemeinschaft erfreut

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 11:48 Uhr

Heiko Bäuch aus Vielank gehört zu denen, die für einen Radweg zwischen Jessenitz und Dömitz kämpfen (SVZ berichtete). Mehrmals war er mit anderen Gleichgesinnten deshalb bereits bei der Landesregierung. Zuletzt am gestrigen Mittwoch, als Ministerpräsident Erwin Sellering seine Bürgersprechstunde im Remter der Burg Neustadt-Glewe abhielt.

„Es war ein sehr erfolgreicher Tag“, freute sich Heiko Bäuch im Anschluss. „Wir sind überzeugt, dass wir unserem Ziel ein deutliches Stück näher sind“, so der Vielanker.

„Ja, er kann sagen, dass er sehr weit heute gekommen ist“, sagte ein sichtlich gut gelaunter Ministerpräsident. „Unser Ministerium legt jetzt ein Lückenschlussprogramm vor“, so Erwin Sellering. „In den Vorschlägen, die es den einzelnen Kreisen macht, hat es diesen Radweg aufgenommen. Und wenn jetzt der Kreis nichts anderes beschließt, kommt der Radweg“, so Sellering gegenüber SVZ.

Sind damit alle geplanten Proteste der Interessengemeinschaft „Pro Radweg L 06“ hinfällig? „Eine gute Frage“, sagt Heiko Bäuch, denn ein wenig Skepsis bleibt. „In dem Papier, das ihm Landrat Rolf Christiansen, der gestern ebenfalls zum Gespräch beim Ministerpräsidenten war, gegeben hat, sei nur von einem Lückenschluss zwischen Jessenitz und Vielank die Rede. „Es kann ja sein, dass es sich um einen behördlichen Schreibfehler handelt. Eigentlich macht der Lückenschluss nur einen Sinn, wenn er bis Dömitz führt“, so Heiko Bäuch. „Wir werden die Entwicklung auf jeden Fall im Auge behalten.“

Seit drei Jahren kämpft die Interessengemeinschaft aus Vielank für die Fortsetzung des Radweges von Jessenitz über Vielank und Woosmer bis Heidhof. Ein Erfolg war die erste Gesprächsrunde im Schweriner Verkehrsministerium im November 2012. „Wir haben drei Stunden mit dem Minister diskutiert, Argumente ausgetauscht, und am Ende wurde aus dem klaren Minister-Nein ein ,Vielleicht ja doch‘“, hatte Heiko Bäuch seinerzeit gegenüber SVZ resümiert. Das gestrige Gespräch mit dem Ministerpräsidenten bestätigt seine Ansicht: „Der Bau des Radweges ist dringender denn je“, sagt er. Zum einen, weil die L 06 inzwischen erneuert wurde und die Schwerlaster noch schneller und damit noch mehr zur Gefahr für die Radfahrer werden. Zum anderen, weil die fehlenden knapp 20 Kilometer die letzte Lücke im Radwegenetz zwischen Schwerin und dem Elbradwanderweg in Dömitz sind.

Es war gestern die 53. Bürgersprechstunde Erwin Sellerings vor Ort.

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