Vielank : Dem Gerstensaft total verfallen

Daniel Schmidt genießt den Geschmack von Hopfen und Malz, denn als diplomierter Braumeister hat der Neu Kalisser schon sein halbes Leben lang mit der Herstellung von Bier zu tun.
Daniel Schmidt genießt den Geschmack von Hopfen und Malz, denn als diplomierter Braumeister hat der Neu Kalisser schon sein halbes Leben lang mit der Herstellung von Bier zu tun.

Braumeister Daniel Schmidt liebt seine Familie und findet, dass jeder Mensch das Recht habe, auf persönliche Stärken und Schwächen

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17. November 2017, 19:00 Uhr

Wenn Daniel Schmidt nach der Arbeit ein Bier öffnet, ist es für ihn kein bloßes Mittel, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Er genießt den Geschmack von Hopfen und Malz, denn als diplomierter Braumeister hat Daniel Schmidt schon sein halbes Leben lang mit der Herstellung von Bier zu tun.

Nach dem Schulabschluss beginnt der gebürtige Neu Kalisser eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer in der Lübzer Brauerei.

Anschließend ist der 33-Jährige zum ersten Mal in der Vielanker Brauerei tätig, als Geselle. Der Vater zweier Kinder entscheidet sich, noch einmal die Schulbank zu drücken. Er besucht zunächst eine Gewerbeschule für Getränketechnik und erwirbt die allgemeine Hochschulreife.

Danach studiert er an der Technischen Universität Brauwesen und Getränketechnologie und kehrt anschließend als Diplom-Braumeister in der Vielanker Brauerei in die Heimat zurück. Bis heute erfreut sich Daniel Schmidt am innovativen und doch traditionellen Brauhandwerk.

SVZ-Volontärin Jacqueline Worch stellte dem Neu Kalisser die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Für die Zukunft planen, aber im Jetzt leben.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Zu Hause in meinem Garten mit meiner Familie.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich habe als Schüler mit 14 Jahren in den Ferien mit einem Freund zusammen im Kuhstall gearbeitet. Wir haben fünf Mark pro Stunde bekommen und das war für uns Schüler nach zwei Wochen eine Menge Geld.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das meiste habe ich für mein erstes Auto gespart. Aber einmal haben wir uns, glaube ich, auch heimlich Dosenbier gekauft.
Wo findet man Sie am ehesten?
In der Brauerei oder zu Hause bei meiner Familie.
Was stört Sie an anderen?
Wenn jemand anderen Menschen gegenüber respektlos ist, ärgert mich das. Ansonsten glaube ich, hat jeder das Recht auf einen individuellen Charakter mit Stärken und Schwächen.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Frau wenn sie nachts fünf Mal aufsteht, weil unser Kleiner Bauchweh hat oder Zähne bekommt.

Was bedeutet Ihnen persönlich Glück?
Sehr viel. Wobei ich nicht glaube, dass man im Lotto gewinnen muss, um Glück gehabt zu haben. Eine gesunde Familie, gute Arbeit und zuverlässige Freunde zu haben ist denke ich schon sehr viel Glück.
Sind Sie eher ein Kopf- oder Bauchmensch?
Ich glaube von beidem etwas. Das Beste ist, wenn der Kopf den Bauch bestätigt.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Die selbstgemachte Wurst von meinem Schwiegervater und Vielanker.
Welchen Wunsch wollen sie sich noch erfüllen?
Sehr viele. Privat wie auch beruflich. Aber ich denke das alles aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.
Wen würden Sie gern mal auf einen Becher Kaffee treffen?
Unseren zukünftigen Bundesfamilienminister bzw. -ministerin. Ich hätte da ein paar Fragen zur „Förderung“ junger Familien. Meiner Meinung nach haben wir da unheimlich viel Verbesserungspotential.
Können Sie sich mit nur einem Wort beschreiben?
Bodenständig
Wenn Sie kochen oder Essen gehen, welche Küche bevorzugen Sie?
Ich koche am liebsten traditionelle deutsche Gerichte. Hausmannskost sozusagen. Wenn wir Essen gehen, darf es auch gerne mal griechisch sein.
Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf meine Familie.
Wo ist für Sie Heimat?
Genau dort, wo ich jetzt lebe. Hier bin ich geboren, aufgewachsen und meine Familie und Freunde leben hier oder in der näheren Umgebung.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Mikrobrauereien – Von der Projektplanung bis zur Qualitätssicherung.
Wo sehen Sie sich in zehnJahren?
In meinem Garten mit meiner Familie und Freunden an einem lauen Sommerabend mit Bratwurst und leckerem Vielanker Bier.
Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer ersten Reise?
Griechenland. Leckeres Essen und nette Leute.
Wem sollten wir diese Fragen noch stellen?
Pavel Dotchev. Vielleicht antwortet er auf die Frage, wo er sich in zehn Jahren sieht: „Mit Hansa Rostock in der 1. Bundesliga“

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