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Ludwigsluster Tageblatt

23. November 2017 | 19:51 Uhr

Neu Kaliss : Deiche sind jetzt sicherer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus bei Bauabnahme für Schutzanlagen an Müritz-Elde-Wasserstraße

von
erstellt am 23.Aug.2014 | 07:00 Uhr

Diesmal fuhr Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus (SPD) keinen Bagger. Statt dessen strahlte er übers ganze Gesicht: Er kam zur Bauabnahme der Deichbermen am Neu-Kalisser und Heiddorfer Deich.

Rückblick: Während des Hochwassers 2013 gaben die Deichwachen an der Müritz-Elde-Wasserstraße hier über 100 Meldungen zu Qualmwasser und Sickerstellen. Etwa 600 000 Sandsäcke wurden damals verlegt, auch, um die kritischen Bereiche an der ehemaligen Papierfabrik (Kalisser Deich) und der Fahrspur im Fuß des Heiddorfer Deiches zu sichern. Das Schlimmste konnte damals verhindert werden.

Um solche kritischen Situationen künftig zu verhindern, wurde an beiden Deichen in den vergangenen Monaten die Berme (der horizontale Abschnitt am Deichfuß) erhöht und verbreitert. Minister Backhaus: „Die landseitige Berme verbessert bis auf 1,5 Meter unter der vorhandenen Deichkrone die Wehrfähigkeit der Deiche grundlegend. Die Verbreiterungen der Deiche um bis zu fünf Meter führen zu einer Stabilisierung der landseitigen Deichböschungen.“ Die Erhöhung bzw. Verbreiterung der Berme hat zur Folge, dass Wasser den Deich schwerer durchdringen kann, weil es einen längeren Weg hat.

Die Arbeiten am Kalisser Deich hatten im Dezember 2013 begonnen. Minister Till Backhaus vollzog damals per Bagger den symbolischen Start. Insgesamt wurde die Berme am Kalisser Deich auf einer Länge von 2,8 Kilometer, am Heiddorfer Deich auf 3,2 Kilometer Länge erhöht und verbreitert. Insgesamt fließen etwa 750 000 Euro aus dem Aufbau-Fonds für Hochwasserschäden in beide Projekte.

Burkhard Thees, Amtsvorsteher des Amtes Dömitz-Malliß und Bürgermeister von Neu-Kaliß, würdigte, dass die Arbeiten so schnell zu Ende gebracht werden konnten: „Den Worten vom vergangenen Jahr sind schnell Taten gefolgt.“ Thees dankte ebenso wie Minister Till Backhaus, Landrat Rolf Christiansen (SPD) und Dr. Regina Rinas, Leiterin des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt (StALU), den Baufirmen (Umwelttechnik GmbH, Niederlassung Wittenberge, und Bleck GmbH Dannenberg) für die Arbeiten.

Für 2015 sind in Heiddorf letzte Arbeiten (Spundwand, Hochwasserschutzwand) auf einer Länge von 1,1 km geplant.

 

 

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