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Ludwigsluster Tageblatt

18. Dezember 2017 | 10:15 Uhr

Grabow : Das Wasser wird nachts zugedeckt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Am Sonntag startete die Saison im Grabower Waldbad. Neue Abdeckfolie hält die Fluten nun in frischen Nächten warm

Zwei sind schon fast im Wasser, die anderen beiden scheinen noch zu überlegen... Im Waldbad Grabow startete am Sonntag die Badesaison. Den Anfang machten Bürgermeister Stefan Sternberg, sein Vorgänger Ulrich Schult, SPD-Landtagskandidat Dirk Friedriszik und Wulf-Peter Bosecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow. Das Anbaden zu dieser Jahreszeit hat in Grabow zwar Tradition, trotzdem war es gestern eine Premiere. „Wir haben jetzt eine Abdeckplane, die nachts über das Wasser gelegt wird. Dadurch kühlt das Nass in den frischen Nachtstunden nicht mehr groß ab“, erklärt Stefan Sternberg.

„Bei der Abdeckung handelt es sich um eine dreischichtige Thermofolie“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Wulf-Peter Bosecke, dessen Unternehmen dafür sorgt, dass das Wasser im Waldbad eine angenehme Temperatur hat. Zwar betreiben die Stadtwerke im Waldbad bereits das Blockheizkraftwerk (SVZ berichtete), doch gerade in nicht ganz so schönen Sommern, wie letztes Jahr, kühlt das Wasser vor allem nachts wieder ab. So hatten Schwankungen von 15 Grad Lufttemperatur im Vorjahr zur Folge, dass die Wassertemperatur um bis zu vier Grad sank. Mit der Abdeckfolie (die 53  000 Euro teure Anlage wurde von einer bayerischen Firma gebaut) wird es einen solchen Unterschied jetzt nicht mehr geben. Die Folie wurde am Freitag erstmals über das Wasser gelegt, dessen Temperatur nun in der Nacht lediglich um 0,2 Grad sank und damit fast konstant blieb.

Die Wassertemperatur insgesamt konnte dank Kraftwerk und Folie (beide liegen in der Verantwortung der Stadtwerke Ludwigslust-Grabow) von 13,1 Grad am Freitag auf 14,5 Grad am Sonntagmorgen erhöht werden. Mit zunehmender Sonneneinstrahlung dürfte der Wert weiter ansteigen.

Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Wulf-Peter Bosecke sagte, ist noch für den Sommer eine Zusatzheizung für das Bad geplant. Bosecke braucht aber vielleicht gar kein wärmeres Wasser. „Ich habe es kälter erwartet. Vom Gefühl her war das Wasser wärmer als 14,5 Grad“, schmunzelte er, als er gestern Morgen aus den Fluten stieg. Ähnliches empfand Ulrich Schult: „Ist machbar, natürlich nicht zum Dauerschwimmen. Aber es prickelt jetzt schön auf der Haut.“ Bürgermeister Stefan Sternberg hatte noch vor dem Sprung ins Wasser die Badesaison im Waldbad offiziell eröffnet. Und wenn sich auch einige Wagemutige in die Fluten begaben, so zogen es die meisten doch vor, das Treiben von Land aus zu beobachten.

Das aber wird sich in den kommenden Wochen garantiert ändern.

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