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Ludwigslust : ,,Das war eine unglaubliche Zeit“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Schülerinnen Laura Janda (15) und Stine Kautz (15) schildern ihre Eindrücke und Erfahrungen aus der Praktikumszeit

,,Ich habe noch nie so nette Menschen kennengelernt“, ist der erste Satz von Laura Janda (15), als sie nach ihren Kollegen gefragt wird. Zwei Wochen Arbeit liegen nun hinter ihr und vielen anderen Schülern der 9. Klassen des Goethe-Gymnasiums Ludwigslust. ,,Das hat alles so viel Spaß gemacht. Ich durfte einigen Kunden die Haare waschen, beim Frisieren zugucken und nebenbei mit den Kunden ins Gespräch kommen“, erzählt Laura begeistert.

Nicht anders erging es Stine Kautz (15), die allerdings als Praktikantin in Wartenburg in der Nähe von Leipzig unterwegs war. Die erste Woche ihres Praktikums verbrachte sie bei einer Physiotherapie, die zweite Woche in der Praxis eines Hausarztes.

,,Das Personal war auch bei mir sehr freundlich. Am Anfang habe ich zugesehen, wie Patienten entsprechend ihrer Verletzungen massiert wurden und wie unter anderem ein Kreuzbandriss behandelt wird“, erzählt Stine. Sie sei durch das Praktikum sehr viel toleranter in Bezug auf ältere Menschen und deren Beschwerden geworden. „Ich habe Massagetechniken lernen dürfen und mich mit netten Leuten unterhalten“, erzählt die 15-Jährige weiter. „In dieser Physiotherapie-Praxis gab es auch ,Moorpackungen’, die es nicht überall gibt. Die Vorbereitung der Moorpackungen durfte ich übernehmen. Man legt sie dann auf bestimmte Rücken- und Schulterpartien. Die Wärme hilft, die Muskulatur zu entspannen. Anschließend wird man von der Behandlung sehr müde.“ Einmal durfte sie selbst Hand anlegen.

In ihrer zweiten Praktikumswoche ist Stine mit zu Hausbesuchen gefahren. „Dort werden dann Menschen besucht, die bestimmte Medikamente verabreicht bekommen“, erzählt die Schülerin. „Man unterhält sich mit ihnen, fragt, ob sie diese gut vertragen und wie es ihnen allgemein geht. Auch Blutdruck oder Puls werden gemessen.“ Rund 20 Minuten dauere so ein Hausbesuch. „Hausbesuche sind etwas sehr Schönes, weil man die Chance hat, rauszukommen und von Dorf zu Dorf zu fahren“, sagt Stine. Aber die Schülerin hatte auch ein trauriges Erlebnis. „Eine Frau, die ich durch einen Hausbesuch kennengelernt hatte, ist während meiner Praktikumszeit ihren Verletzungen erlegen. Das war eine ziemlich traurige Erfahrung. Auch wenn es dazu gehört, hätte ich es gern vermieden.“ Lehrreich seien die beiden Praktikumswochen gewesen. Darüber sind sich beide Schülerinnen einig. Vor allem die netten Menschen, mit denen sie zusammenarbeiten durften, haben die beiden Mädchen stark beeindruckt.

Und wo wollen sie ihr Schülerpraktikum im nächsten Jahr absolvieren? ,,Da würde ich gern in Richtung Orthopädie gehen, weil ich den Beruf ebenfalls interessant finde“, betont Stine. Laura hat andere Vorstellungen: ,,Ich würde es gern beim NDR, im Theater oder bei einer Zeitungsredaktion versuchen und hoffe, dass ich dort genauso viel Wissen mit nach Hause nehmen kann wie bei Frisör Klier.“

 

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