Glaisin : „Das wär’s dann, danke!“

Während die Jungen schon laufen, stecken die Alten noch zusammen. Das Team Ü 40 verlor mit drei Sekunden Rückstand.  Fotos: Hennes (3)
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Während die Jungen schon laufen, stecken die Alten noch zusammen. Das Team Ü 40 verlor mit drei Sekunden Rückstand. Fotos: Hennes (3)

Letzter Tag als Wehrleiter: Rüdiger Möller verabschiedete sich gestern auf 80-Jahr-Feier der Glaisiner Wehr

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27. Juni 2016, 10:06 Uhr

Er ist kein Mann der großen Worte. Und doch musste Rüdiger Möller gestern auch öffentlich am Mikro zugeben, dass ihn dieser Moment schon sehr bewege. „Wir haben gemeinsam so viel erlebt. Ihr seid eine tolle Truppe. Aber von nun an müsst Ihr nach Franks Pfeife tanzen“, sagte er. „Das wär’s dann. Danke.“

Abgang im Applaus. Auf der Wiese hinter dem Jugendclub feierte die Glaisiner Wehr gestern ihren 80. Jahrestag. Für das Dorf ein Grund zum Feiern. Für Wehrleiter Möller Anlass, vorzeitig mitten in der Wahlperiode zu gehen. Er sei nicht mehr der Gesündeste und wolle den Kopf frei haben für andere Sachen. 22 Jahre an der Spitze seien genug, so Möller. „Das können die Jungen besser.“ Am Freitagabend hatte es deshalb eine Nachwahl gegeben - von jetzt an ist Frank Zagermann der Chef.

In seiner Fest-Rede gestern erinnerte Rüdiger Möller vor allem an historische Momente: an die Arbeit mit der Handhebelspritze TS 3 und der TS 8. An das Jahr 1976, in dem Glaisiner zum Feuerwehrdienst verpflichtet wurden, ob sie wollten oder nicht. An das tolle Auto, das Glaisin von der Partnerwehr Wulsbüttel 1991 bekam. 2005, sechs Jahre nach dem Bau des Feuerwehrhauses, erfüllte sich dann Möllers größter Wunsch. Die Stadt Ludwigslust finanzierte ihrem neuen Ortsteil Glaisin ein nagelneues Auto, mit dem die Wehr viele neue Mitglieder gewinnen konnte. Heute gehören zu den 33 Mitgliedern 23 aktive. Auch Möller wird dabei bleiben. Zum Abschied stieg der 57-Jährige gestern noch mal in die schweren Wettkampfstiefel und trat in der „Ü 40“-Auswahl gegen die Jungen im Team zum Löschangriff an.

Gemeindewehrführer Bodo Thees hätte es gern gesehen, wenn Möller bis zum Ende der Wahlperiode geblieben wäre. „Wir verlieren einen sehr erfahrenen guten Mann“, so Thees gestern. Dafür bleibt der Glaisiner im Gemeindewehr-Vorstand und betreut dort die Ehrenmitglieder.

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