Dammsanierung Neustadt-Glewe : Das Fällen hunderter Lewitz-Eichen vertagt

<strong>Lautstark </strong> mittels Megafon kündigte Ralf Ottmann als Initiator des Protests gegen die Dammsanierung die mecklenburgische Delegation vor der WSD Ost in Magdeburg vorgestern an. Die Mitstreiter spannten derweil Protestplakate auf. <fotos>Kerstin Fritsch</fotos>
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Lautstark mittels Megafon kündigte Ralf Ottmann als Initiator des Protests gegen die Dammsanierung die mecklenburgische Delegation vor der WSD Ost in Magdeburg vorgestern an. Die Mitstreiter spannten derweil Protestplakate auf. Kerstin Fritsch

Das Planfeststellungsverfahren zur Dammsanierung in Höhe von Neustadt-Glewe bleibt weiterhin offen. Nach einem Bürgerprotest ist das Fällen hunderter Eichen vertagt.

svz.de von
25. Januar 2013, 10:43 Uhr

Tuckhude | Das Planfeststellungsverfahren zur Dammsanierung an einem Teilabschnitt der Müritz-Elde-Wasserstraße und des Störkanals in Höhe von Neustadt-Glewe bleibt weiterhin offen. Es wird seitens der Behörde nochmals geprüft, ob weitere Bäume in dem zur Sanierung vorgesehenen Areal erhalten werden können. Mit diesem Ergebnis im Gepäck kehrten die 40 mecklenburgischen Gegner der Dammsanierung vorgestern von ihrer Protestfahrt zur zuständigen Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost in Magdeburg aus der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt zurück.

Der Initiator der mittlerweile landesweit bekannten Protestaktion , Ralf Ottmann aus Tuckhude, sprach von einem Kraft gebenden Ergebnis. Der ehrenamtliche Lewitz-Ranger bezeichnete das Ergebnis der Protestaktion vor dem Magdeburger Verwaltungsgebäude und dem anschließenden Gespräch mit Planern und weiteren WSD-Vertretern in der Behörde als erfolgreiches Ringen für die einmalige Lewitz-Naturlandschaft. "Wir konnten unsere Argumente in einem konstruktiven Diskussionsverlauf darlegen. Die Zusage einer neuerlichen Prüfung hat uns überzeugt, weiterhin transparent und stets ansprechbar für unser Ziel einzutreten. Denn wir, das Netzwerk für den Erhalt der Lewitz-Eichen, sind nicht kategorisch gegen eine Dammsanierung, sondern möchten eine Lösung, die nachhaltig zur Sicherheit der Wasserstraßen und zum Schutz von Fauna und Flora beiträgt."

Traten die Protestler mit Jägern, Anglern, Naturschützern und -forschern fachlich gut gerüstet und durchaus in streitbar Absicht vor den WSD-Podium auf, so ruderte Ottmann gestern in seiner Stellungnahme etwas zurück. Er hofft so, das Netzwerk möglicherweise an den erneuten Untersuchungen als Berater vor Ort mit einbringen zu dürfen.

Das nächste offene Treffen des Netzwerks ist am Mittwoch, dem 6. Februar, um 17 Uhr im Jagdschloss Friedrichsmoor.

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