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Ludwigsluster Tageblatt

19. September 2017 | 13:51 Uhr

Bandenitz : Das Ende der wilden Parkerei an der A24

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Land baut mit Bundesmitteln den Pendlerparkplatz in drei Monaten komplett aus

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 21:30 Uhr

Die Zeiten der wilden Parkerei für die Pendler an der Anschlussstelle Hagenow gehen zu Ende. In nur drei Monaten soll aus dem seit vielen Jahren existierenden Provisorium in Bandenitz ein richtiger Parkplatz entstehen.

Gestern gab es den offiziellen Spatenstich mit Verkehrsminister Christian Pegel. Es wird der erste so genannte Mitfahrer-Parkplatz des Landes. Insgesamt 128 Plätze auf Rasengittersteinen sollen auf 5000 Quadratmetern entstehen, fünf davon behindertengerecht. Das Ganze wird mit einer ordentlichen Beleuchtung versehen, Papierkörbe wird es ebenfalls geben.

Die veranschlagten 300 000 Euro kommen vollständig vom Bund und sollen nur der Auftakt für den Ausbau weiterer ähnlicher Parkplätze sein. Schon jetzt steht fest, dass im kommenden Jahr der nächste Pendlerplatz an der Abfahrt Zarrentin ausgebaut wird. Für die Anschlussstelle Wittenburg gibt es derartige Pläne bisher nicht, da dort nur eine Landesstraße zur Autobahn führt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern kann wegen knapper Haushaltsmittel selbst an die Planung derartiger Parkplätze in eigener Regie derzeit noch nicht einmal denken.

Auch so war es schon schwierig genug. Dem Projekt, das bestätigte gestern Thomas Taschenbrecker vom Schweriner Straßenbauamt, sei eine längere Diskussion vorausgegangen. Man wusste in den Behörden nämlich nicht, wie man mit den wilden Parkplätzen umgehen soll. Auch der Bund wurde erst einmal überzeugt, dafür Geld zu geben.


Menschen werden noch lange pendeln


Beides ist passiert, Infrastrukturminister Pegel sprach gestern vom Handlungsdruck, den die Politik hier spüre. Er widersprach Argumenten, mit dem neuen Parkplatz würde man es den Pendlern noch leichter machen. Christian Pegel: „Diese Frage ist absurd. Klar brauchen wir Fachkräfte im Land. Doch dafür benötigen wir hier die richtigen Angebote und auch Arbeitsbedingungen. Ich glaube, wir müssen es den Menschen leichter machen, das ist Aufgabe der Politik.“ Das unterstützte auch Kreistagspräsidentin Gisela Schwarz. Gependelt würde schließlich auch innerhalb der Region, da helfe jedes Stück neuer Infrastruktur.

Einen ganz besonderen Dank vom Minister gab es an die Adresse von Dietrich Groth. Der Landwirt war nicht nur als stellv. Bürgermeister von Bandenitz dabei. Sein Unternehmen, die Sude-Hof-Radelübbe GmbH, hat auch die neuen Flächen für den Parkplatz an das Land verkauft. Groth mit seinem Team war es auch, der in den vergangenen Jahren den wilden Pendlerplatz in Bandenitz überhaupt geduldet und damit möglich gemacht hat. „Es sind auch meine Freunde und Bekannte, die hier stehen. Wir müssen etwas für sie tun.“


Ausweichparkplatz für die Bauzeit


Richtig begonnen mit der Bauerei wird ab kommenden Montag, teilte die ausführende Firma Strabag mit. Dann wird auch der Platz nicht mehr nutzbar sein. Für die Bauzeit wird Pendlern ein Ausweichplatz auf der anderen Straßenseite an der Autobahnmeisterei angeboten. Dieser wird auch entsprechend ausgeschildert.

Der neue Platz wird einen Höhenbegrenzer bekommen, um z. B. Lkw oder Wohnmobile zuverlässig fern zuhalten. Um die Bewirtschaftung des Platzes wird sich das Straßenbauamt kümmern.

 

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