Fifa-WM-Pokal : „Das Ding“ war in Ludwigslust!

Er war ein beliebtes Fotomotiv auf dem Schlossplatz: der Infobus des Fanclubs der Nationalmannschaft.
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Er war ein beliebtes Fotomotiv auf dem Schlossplatz: der Infobus des Fanclubs der Nationalmannschaft.

Riesen-Stimmung bei der Präsentation des Fifa-WM-Pokals auf dem Schlossplatz

svz.de von
29. Juli 2015, 21:00 Uhr

Der Raum ist wie ein dunkler Korridor. An den Längswänden läuft Schrift. Dazwischen stürmen sich teils überschlagende Reporterstimmen zum Gipfel: Der 113. Spielminute im Spiel Deutschland-Argentinien im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro, als Mario Götze der Siegtreffer zur Weltmeisterschaft gelingt. Der Abpfiff. Das Spiel ist aus. Im Truck geht an der Stirnseite das Licht an. Dort steht die Trophäe – der Fifa-WM-Pokal 2014. Die Inszenierung liefert Gänsehautgefühl für jeden Freund des runden Leders.

Draußen wartet eine lange Schlange von Fußballbegeisterten. Sie alle wollen die Inszenierung miterleben. Den Verantwortlichen der Sportgemeinschaft SG03 Ludwigslust-Grabow ist der Stolz anzusehen. Hunderte Vereine hatten sich um diesen Tag beworben. 63 sind ausgewählt worden – die Ludwigsluster und Grabower unter ihnen.

Langsam löst sich die Anspannung des Starts

Bei den Verantwortlichen der SG löst sich eine halbe Stunde nach dem Start der Veranstaltung so langsam die Anspannung. Matthias Belke erinnert daran, wie das Bewerbungsvideo entstand. Man müsste die entscheidende Szene nachstellen – das sei die Idee gewesen. Und es sollten möglichst viele von den 450 Fußballern der SG dabei sein. Die Hauptakteure, die damals das entscheidende WM-Tor nachstellten, durften gestern nicht fehlen – Elias, der kleine Torschütze im großen Trikot mit der Götze-Nummer 19 – und der 78-jährige Peter Bröderdörp als argentinischer Torwart Sergio Romero. Damals schon hatte es das erste Mal Unterstützung aus der Stadt gegeben. Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit der großen Leiter an, so dass die Videoaufnahmen entstehen konnten. Viele lobende Worte werden gefunden. Und wer die Aktiven von der SG03 kennt, weiß, dass sie ihre Ziele zu verwirklichen verstehen. Das war nicht erst bei der DFB-Ehrenrunde so. Das hat sich bereits beim Bau der neuen Sporthalle und bei der Anlage des Rasenplatzes bewiesen, in die sehr viele Stunden investiert wurden. Beharrlichkeit, die sich letztlich ausgezahlt hat.

Joachim Masuch, der Präsident des Landesfußballverbandes, ist erschienen. Er fühlt sich noch einmal in das Endspiel-Stadion versetzt, als er die Präsentation anschaut. Gänsehaut-Gefühl sei das gewesen, wie vor einem Jahr in Rio, sagt Masuch. Der ganze Schlossplatz gehörte gestern dem Fußball. Familie Behrends ist erschienen. Was war das erhebendste Gefühl der WM? Sie müssen nicht lange überlegen. Natürlich das alles entscheidende Tor! Geduldig stehen die Fünf in der Schlange. Ein paar Meter sind es noch, bis sie den Eingang zum Truck erreicht haben. Immer eine Elf passt zugleich hinein. Da heißt es, sich in Geduld zu üben. Aber die Regendusche zum Auftakt ist vorbei, nun lacht die Sonne wieder über dem Schlossplatz in Ludwigslust.

Neugierig sind sie alle, doch mancher ist ein wenig enttäuscht, als er die Show verlässt. Tom Szulczik, der in Ludwigslust arbeitet, kommt aus dem Truck heraus. Er lacht zwar über das ganze Gesicht, dennoch sagt er: „Ich verstehe den ganzen Hype um den Pokal eigentlich nicht.“

Der Radiosender Antenne MV ist mit einem eigenen Showtruck vertreten. Für den Nachmittag war Live-Musik mit den Atomic Playboys aus Hamburg angekündigt.

Am Donnerstag ist die Karawane in Stralsund zu Gast. Es sind die beiden einzigen Stationen der DFB-Ehrenrunde in MV.

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