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Ludwigsluster Tageblatt

21. September 2017 | 21:35 Uhr

Neustadt-Glewe : Das Baugerüst steht schon

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sanierungsarbeiten am Dach der evangelischen Stadtkirche in Neustadt-Glewe werden in wenigen Wochen fortgesetzt

von
erstellt am 29.Mai.2014 | 15:56 Uhr

Baugerüst und Planen verraten es: Die Arbeiten am Dach der evangelischen Stadtkirche St. Marien in Neustadt-Glewe gehen bald weiter. Voraussichtlich ab Anfang Juli wird der Mittelteil des Daches saniert. Dachdecker haben bereits einen Teil der Ziegel entfernt.

Pastorin Silke Draeger berichtet: „Die Ziegel wurden soweit abgenommen, dass der Umfang der Holzschädigungen festgestellt werden konnte. Dazu mussten auch die äußeren Dielen entfernt werden, so dass die darunter liegenden Balken sichtbar wurden.“ Und genau diese Balken sind das Hauptproblem. Vor allem die Balkenköpfe, die dem Mauerwerk am nächsten liegen, sind vom Schwamm betroffen und morsch. Aber auch das Mauerwerk ist zumindest teilweise vom Schwamm durchsetzt und muss an einigen Stellen ebenfalls erneuert werden.

Die Sanierungsarbeiten hatten bereits im vergangenen Jahr begonnen. Damals war die Ostseite des Daches erneuert worden.

Das jetzt bestellte Holz benötigt etwa vier bis sechs Wochen zum Trocknen und kann erst dann im Kirchendach verbaut werden. Deshalb liegt der voraussichtliche Baubeginn Anfang Juli. Wenn die Sanierungsarbeiten dann beginnen, ist es durchaus möglich, dass noch größere Schäden, als bis jetzt sichtbar, zum Vorschein kommen.

Pastorin Silke Draeger hofft, dass dieser Fall nicht eintritt. „Für die Erneuerung des Mittelteils sind 110 000 Euro veranschlagt (320 000 Euro für die gesamte Dacherneuerung – d. R.). Sollten noch mehr Schäden festgestellt werden, kann das Geld knapp werden.“ Daher hofft die engagierte Pastorin auf weitere Spenden. Schon jetzt sei das Aufkommen groß. Weitere Gelder kommen unter anderem von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland, aus Eigenmitteln der Kirche Neustadt-Glewe, aus Städtebaufördermitteln sowie aus Kirchenpatronatsmitteln, die den größten Anteil ausmachen. Übrigens kann jeder, der es möchte, ganz unkompliziert die Dachsanierung unterstützen. Das Neustädter Gotteshaus ist eine offene Kirche, deren Tür jeden Morgen um 9 Uhr aufgeschlossen wird. Im Eingangsbereich befindet sich eine kleine Box, in die Spenden geworfen werden können. Silke Draeger weist ausdrücklich darauf hin, dass die Kirche auch während der Bauarbeiten geöffnet sein wird und die Gottesdienste wie gewöhnlich stattfinden werden. „Es wird aber etwas enger“, blickt die Pastorin voraus. „Auch im Innenraum der Kirche wird nämlich ein Gerüst stehen. Es soll die Kirchendecke abstützen. Dadurch wird die Zahl der Sitzplätze in den Bankreihen halbiert.“

Wenn alles klappt, werden die diesjährigen Dacharbeiten wohl im Oktober beendet sein. 2015 dann soll abschließend der Westteil des Daches erneuert werden.

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