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Bresegard bei Eldena : Dank für Rettung in letzter Sekunde

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Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erwin Rzezovski (83) hat bei einem Brand nur das nackte Leben retten können. Besorgte Nachbarn holten ihn ins Freie.

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erstellt am 19.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Der 83-jährige Erwin Rzezovski aus Bresegard bei Eldena ist vielen Menschen aus der Gemeinde unendlich dankbar. Vier Tage vor Weihnachten ist er quasi in letzter Sekunde dem Feuertod entronnen. Nachbarn haben ihn geweckt, als der Dachstuhl seines Hauses bereits in hellen Flammen stand. Mit seiner Tochter Angelika Blosche, die im benachbarten Eldena wohnt, war Erwin Rzezovski am Donnerstag in der Redaktion, um allen Menschen Dank zu sagen, die in dieser schweren Zeit zu ihm stehen. Die dramatischen Ereignisse der frühen Morgenstunden des 20. Dezember 2016 sind noch immer präsent bei allen, die daran unmittelbar beteiligt waren oder auf andere Weise Anteil nahmen.

„Ich danke ganz besonders Manuela Duwe, Ute Janz und Thomas von Morstein. Darüber hinaus möchte ich aber auch allen Feuerwehrleuten, der Kirchengemeinde Eldena/Gorlosen für die Geldspende, den Bürgern der Gemeinde Bresegard bei Eldena sowie allen Freunden und Bekannten Dank sagen“, so Erwin Rzezovski. Er hat bei dem Feuer alles verloren, nur noch den Schlafanzug, den er zu diesem Zeitpunkt an hatte, übrig behalten. Thomas von Morstein war auf dem Weg zur Arbeit, als er den Brand bemerkte. Manuela Duwe stand mit ihrer Tochter an der Bushaltestelle. Beide Bresegarder wussten, dass da noch jemand im Haus sein musste und konnten durch lautes Rufen und Klopfen ans Fenster Herrn Rzezovski wecken und ihn so aus dem brennenden Haus befreien. Seine Nachbarin Ute Janz sorgte dafür, dass der Rentner schnell ins Warme kam.

Die ganze Familie unterstützt das Brandopfer, das sich auf den steinigen Weg zur Normalität gemacht hat. Vorläufig wohnt Erwin Rzezovski in einer Ferienwohnung. Die Familie ist auf der Suche nach einem neuen Heim. Möglichst in Bresegard soll es sein, denn das ist die heimatliche Umgebung des Rentners. Hier wohnt der jetzige Witwer seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, als er als Flüchtling aus dem Osten nach Mecklenburg kam. Das abgebrannte Haus soll übrigens wieder aufgebaut werden. Obwohl das nicht ganz korrekt ist, denn es wird ein kompletter Neubau sein müssen. „Die Versicherung zeigt sich sehr kooperativ, das muss man sagen“, ist Angelika Blosche optimistisch, dass das Vorhaben auch gelingen wird.

SVZ hatte am Tag nach dem Brand über die dramatischen Ereignisse berichtet. Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr Bresegard bei Eldena kam zum Einsatz, sondern auch die Wehren aus Eldena, Malliß und Göhlen – insgesamt 24 Kameraden auf acht Fahrzeugen. Sie hatten alle Hände voll zu tun, denn das unterm Dach lagernde Stroh ließ immer wieder Glutnester aufflammen. Am Ende ist ein Schaden von mehreren zehntausend Euro zu beklagen.

Die Brandursache gibt immer noch Rätsel auf. Beamte des Kriminaldauerdienstes hatten gleich nach dem Feuerwehreinsatz die Ermittlungen aufgenommen und waren von einem Defekt ausgegangen. „Die Polizei geht nach wie vor von einer technischen Ursache aus“, bestätigt Klaus Wiechmann, Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust. „Allerdings sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen, weil der vor Ort eingesetzte Brandexperte sein Gutachten noch nicht vorgelegt hat“, ergänzt der Polizeisprecher.

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