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Neustadt-Glewe : Dammbruch an Störwasserstraße - Biber am Werk?

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Fünf Meter breite Bresche wird durch Verlegen von Wasserbausteinen, grobem Material aus Sand und Kies sowie Big Bags geschlossen

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:20 Uhr

Stefan Lühr zeigt auf die Schute mit den Big Bags. In ersten Sicherungsmaßnahmen wurden schon Sandsäcke zum Abdichten der Bruchstelle verlegt. Am Dienstagmittag war  der Seitendamm der Störwasserstraße gegen 13 Uhr bei Kilometer 2,2 gebrochen.

„Die Bruchstelle befindet sich eineinhalb Kilometer  oberhalb der Hohen Brücke  bei Neustadt-Glewe in Richtung  Schwerin“, war vom Fachmann des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg (WSA) zu hören, der gestern an der Dammbruchstelle mit seinen Kollegen die Arbeiten koordinierte. Bei der Bruchstelle handelt es sich um eine fünf Meter breite Bresche. Entdeckt wurde die Bruchstelle von einem Dammbeobachter, das sind Mitarbeiter des Außenbezirkes Grabow des WSA, die regelmäßig die Dämme  kontrollieren.

 „Was die Ursache dafür war, kann wahrscheinlich gar  nicht mehr festgestellt werden, da der Boden ja weg ist“, so der Diplomingenieur, der beim WSA auch für den Neubau von Dämmen zuständig ist. „Wir haben in diesem Bereich vermehrt Probleme mit Wildtieren, mit Bibern, aber auch mit Nutria“, so Stefan Lühr, der auf  frische Bissspuren von Bibern an  einem einige  Meter entfernten Baum zeigte. „Die Biber graben im Erdkörper des Damms und zerstören ihn auf diese Weise.“

Das Wasser lief aber nach dem Dammbruch nicht unkontrolliert in die freie Landschaft, sagte Bettina Kalytta, Leiterin des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg, gestern im Gespräch mit SVZ. „Die Wehre oberhalb der Bruchstelle, das heißt das Wehr Banzkow an der Störwasserstraße sowie die Wehre der Müritz-Elde-Wasserstraße zwischen dem Elde-Dreieck und dem Plauer See, wurden zugefahren, so dass der Wasserzustrom  in die Stauhaltung gedrosselt und unterbunden ist.“ Gleichzeitig, so Bettina Kalytta, wurden die Wehre unterhalb weiter geöffnet mit dem Ziel, den Wasserstand in der betroffenen Haltung soweit abzusenken, dass möglichst wenig Wasser direkt an der Bruchstelle aus der Wasserstraße in die Umgebung läuft. Weiterhin wurde am späten Mittwochnachmittag durch Verschließen von Dükern  im Zuge des Seitengrabens der Wasserabfluss nahezu vollständig unterbunden und die Situation vor Ort stabilisiert.

Welche Folgen der Dammbruch hat und wie er behoben werden soll, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe des Ludwigsluster Tageblattes und im E-Paper.

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