Countdown für den Wahlmarathon

Kreiswahlleiter André Hase (r.) und sein Stellvertreter Helmut Blank.
Kreiswahlleiter André Hase (r.) und sein Stellvertreter Helmut Blank.

Rund 182 000 Bürger aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim sind zur Stimmabgabe am 25. Mai aufgerufen / Drei bis vier Wahlen in jedem Ort

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03. Februar 2014, 00:33 Uhr

Die Vorbereitungen laufen für den Wahlmarathon am 25. Mai. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind an diesem Tag rund 182 000 Bürgerinnen und Bürger bei den Kommunalwahlen und 178 000 bei den Europawahlen zum Urnengang aufgerufen. Diese Zahlen nennen Kreiswahlleiter André Hase und sein Stellvertreter Helmut Blank. Die Differenz von 4000 Wählern im Kreis machen die 16- und 17-Jährigen aus. Sie dürfen mitbestimmen, wer in ihr Dorfparlament und in den Kreistag einzieht, aber nicht über die Sitzverteilung im Europaparlament.

An den Termin der Europawahlen am 25. Mai 2014 wurden die Kommunalwahlen gekoppelt. So entscheiden die Bürger im Landkreis Ludwigslust-Parchim über die neue Zusammensetzung des Kreistages sowie der Stadt- und Gemeindevertretungen. Allerdings nur über die ehrenamtlichen Politiker, nicht aber über die hauptberuflichen Bürgermeister und den Landrat. Die Hauptberuflichen in der Rathausspitze in Städten wie beispielsweise Parchim, Lübz, Sternberg, Ludwigslust und Hagenow sind über einen längeren Zeitraum gewählt. Und das trifft auch für Landrat Rolf Christiansen zu. Er muss sich erst 2018 wieder um die Wählergunst mühen. Anders die ehrenamtlichen Bürgermeister in den kleineren Kommunen. Über sie wird im Mai neu entschieden. Aufgrund der Unterschiede bei den Bürgermeistern gibt es in den kleineren Kommunen auch eine Wahl mehr als in den größeren.

Die Wähler bekommen am 25. Mai aber mindestens drei Stimmzettel in die Hand: für die Europawahl, für den Kreistag und für ihre Stadt- bzw. Gemeindevertretung. Hinzu kommt in den ehrenamtlich geleiteten Kommunen als viertes die Abstimmung über den Bürgermeister.

Auch wenn für die meisten Wähler noch Zeit ist, läuft für die Bewerber um einen Sitz in den Parlamenten bereits der Countdown. Wer beispielsweise derzeit in Lübz oder Ludwigslust wohnt, aber Stadtvertreter von Parchim werden will, müsste noch diesen Monat in die Kreisstadt umziehen. Denn mindestens drei Monate muss ein Kandidat in der Kommune gemeldet sein, wo er bei den Kommunalwahlen im Mai antreten will, erklärt André Hase. Der nächste wichtige Termin ist der 17. März. Bis dahin müssen alle Wahlvorschläge vorliegen.

André Hase und Helmut Blank haben bei den Kreistagswahlen den Hut auf. Für den neuen Kreistag werden ebenso viele Mitglieder wie für den bisherigen gewählt: 77. Verringert hat sich hingegen die Zahl der Wahlbereiche von bisher elf auf zehn.

Das Verfahren für die Bürgermeister und Stadt- und Gemeindevertreter liegt in Verantwortung der Rathäuser und Ämter. Sie organisieren auch den gesamten Ablauf in den Wahllokalen. Die beiden Männer aus der Kreisverwaltung appellieren bereits heute an interessierte Bürger, sich in ihrer Verwaltung als Wahlhelfer zu melden. Es sei problematischer als bei der Bundestagswahl im Vorjahr, die Helfer zu stellen, weil jeder, der selbst kandidiert, nicht im Wahlvorstand arbeiten darf, erklärt Helmut Blank.

Hinweise zur Wahl und auch Vordrucke gibt es bei den Ämtern und über Internet.

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