Kuhstorf : Coole Jumps für ein cooles Kuhstorf

Das nächste Mal ist die Kuhstorfer Jumpcrew am 22. Februar auf dem Fastnachtball in Strohkirchen zu erleben.
Das nächste Mal ist die Kuhstorfer Jumpcrew am 22. Februar auf dem Fastnachtball in Strohkirchen zu erleben.

Aus einer fixen Idee wird ein kleiner Erfolg: Jennifer und Michael bringen mit der Jumpcrew Schwung in die Region und bieten etwas für die Jugend

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07. Februar 2014, 15:21 Uhr

Kaum dröhnt der Beat durch die Boxen, verwandeln sich die schüchternen Mädchen und Jungen in lässige „Jumper“. Michael, Jennifer, André und Co. springen in die Luft, drehen sich auf den Fußsohlen und schwingen lässig ihre Beine in Luft. Die Kuhstorfer Jumpcrew begeistert seit fünf Jahren Menschen auf Dorf- und Stadtfesten, Bällen und Feiern in der Region und ganz Mecklenburg.

Dabei haben sie klein angefangen. Aus einer fixen Idee im Jahre 2009, ersten Tanzversuchen zuhause und einem spontanen Vier-Minuten-Auftritt auf einem kleinen Geburtstag ist eine eingeschworene Gruppe geworden, die einmal in der Woche trainiert und bis zu 15-mal im Jahr auf große und kleine Bühnen tritt. Wer mitmachen möchte, kann gerne mal vorbeischauen.

Mit einem Klick im Internet beginnt die Geschichte der Jumper. Michael Nake und Jennifer Kuhla erinnern sich noch gut an diesen Moment. Der Jumpstyle sei damals ein neuer Trend gewesen. Angesteckt von der Euphorie, angespornt von der guten Resonanz nach dem ersten Auftritt, bauen beide schnell ein Team auf. „Das ist dann immer weiter gewachsen“, sagt die 19-Jährige.


Sie trainieren jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr in der Kita


Zu Hochzeiten sind sie 15, werden noch vom Jugendclub im Ort unterstützt. Den gibt es seit zwei Jahren nicht mehr. Und doch bleiben sie dran, trainieren jeden Sonntag von 15 bis 17 Uhr in der Kuhstorfer Kita und suchen sich Sponsoren. „Das macht einfach Spaß“, begründet Michael seinen Elan. Und „sonst ist hier ja nicht mehr viel für Jugendliche“, sagt der 19-Jährige.

Engagieren, mitmachen, mitentscheiden – für die beiden jungen Leute selbstverständlich. Sie sind in der Freiwilligen Feuerwehr, absolvieren gerade eine Ausbildung zum Jugendwart, und mischen im Festkomitee mit. „Wir wollen dabei sein“, sagt Jennifer. Nur zuhause sitzen, das könnte sie nicht. Außerdem schweiße das zusammen, ergänzt Michael. Ihr Freundeskreis sei groß. Beide fühlen sich auch deshalb sehr verbunden mit ihrem Heimatort Kuhstorf und wollen definitiv dort bleiben. Dass sie nach ihrer Lehre einen Job in der Region finden, daran glauben sie ganz fest.

Einen kleinen Dämpfer müssen sie allerdings in den fünf Jahren hinnehmen. „Wir waren schon mal an einem Punkt, wo wir aufhören wollten“, sagt Jennifer. Nur noch vier Jumpstyler sind übrig gewesen. Wegen Lehre, Studium oder Beruf verlassen einige die Crew.

Bis neue Hobbytänzer den Weg zu den Kuhstorfern finden. Heute trainieren zehn Mädchen und Jungen zwischen elf und neunzehn Jahren aus Kuhstorf, Bresegard und Picher zusammen, überlegen sich gemeinsam neue Moves, Schritte und Choreografien. „Jeder bringt sich mit ein“, sagt Michael. Der Stil sei schwer zu beschreiben. Er sei zwar dem Breakdance ähnlich, aber doch irgendwie eigen.

Noch vor einiger Zeit hat es große Jump Meets in Schwerin gegeben, wo sich Fans aus ganz Deutschland ausgetauscht haben. Auch die Kuhstorfer holen sich dort Tipps und geben eigene weiter. Doch der Jumpstyle-Trend flaut seit 2012 wieder ab. In größeren Städten Mecklenburg-Vorpommerns lösen sich die Gruppen zum Teil auf. Aber die Kuhstorfer bleiben dabei. Weil es ihnen Spaß macht und das Feedback sie bestärkt. Die Leute würden sofort mitgehen, sobald die Musik läuft und sie auf der Bühne performen.

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