zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

23. Oktober 2017 | 13:55 Uhr

Sanierung : Conower Kirche wieder Baustelle

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Zweiter Abschnitt der Sanierung gestartet / Schwammbekämpfung und neue Dacheindeckung am südlichen Kirchenschiff bis Oktober

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2014 | 12:06 Uhr

Wenn Wolfgang Hahn in diesen Tagen die Conower Kirche betritt, hüpft sein Herz. Vor Freude. In dem 1888 geweihten Gotteshaus hat der zweite Abschnitt der Sanierung begonnen – ein Projekt, für das sich der Mallisser gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Fördervereins Conower Kirche seit Jahren einsetzt. „Die notwendige Sanierung ist schon seit 30 oder 40 Jahren ein Thema“, sagt Wolfgang Hahn. „Aber erst nach der Wende konnten wir aktiv werden.“ Eine eingehende Untersuchung vor zehn Jahren hatte dann zutage gebracht, dass die Kirche stark vom Schwamm befallen ist. Ein erster Bauabschnitt war im vergangenen Jahr realisiert worden.


Kirchenmittel und Fördergelder


Ein Baugerüst ragt am südlichen Kirchenschiff empor. Im Inneren sind die Bankreihen und die Orgel unter Planen verschwunden, damit sie bei den Arbeiten keinen Schaden nehmen. „Geplant sind die Schwammsanierung des Dachstuhles und eine neue Dacheindeckung in diesem Bereich“, erklärt Dirk Wasserkamp, Baubeauftragter der Kirchengemeinde. Auch viele Ziegelsteine müssten herausgenommen, vom Schwamm befreit und wieder eingesetzt werden. Die Arbeiten erledigt die Neumühler Bauhütte, die auf Sanierungen unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten spezialisiert ist.

Rund 140 000 Euro sind für die Arbeiten in diesem Jahr eingeplant. Neben Kirchenmitteln fließen in die Sanierung Gelder aus dem Förderprogramm „Leader“, von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler (Kiba) und vom Verein „Dorfkirchen in Not“. Auch bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz haben die Conower einen Zuschuss beantragt. „Vielleicht klappt es noch“, so Pastor Sven Holtrup.


Gitarrengruppe spielt für das Gotteshaus


Wie viel der Förderverein Conower Kirche in diesem Jahr beisteuern kann, ist noch nicht klar. Für den ersten Bauabschnitt hatte er mehr als 10 000 Euro bereitstellen können. „Wir werden neue Aktionen starten, um wieder Geld einzusammeln“, betonte Wolfgang Hahn und hebt vor allem das Engagement der Gitarrengruppe der Kirchengemeinde Conow hervor. Sie gibt jedes Jahr ein bis zwei Benefizkonzerte, bei denen sie jeweils 800 bis 1000 Euro einspielt. „Von ihr kommt der größte Teil der Mittel, die unser Förderverein bereitstellen kann“, so Hahn über die Gruppe, die sich inzwischen den Namen „Capo 9“ gegeben habe.

Die Arbeiten am südlichen Kirchenschiff sollen bis Oktober abgeschlossen sein. Bis dahin feiern die Mitglieder der Kirchengemeinde ihre Gottesdienste in der gläsernen Winterkirche.

Nach dem Abschluss des zweiten Bauabschnitts sind die Conower allerdings noch nicht am Ziel ihrer Bemühungen. „Uns wurde von der Kirchenkreisverwaltung aber signalisiert, dass im kommenden Jahr das Hauptdach saniert werden könnte“, so Pastor Holtrup. Anschließend würden nur noch Sakristei und Chor fehlen, um es von oben komplett trocken zu haben. Als i-Tüpfelchen stünde dann noch die Sanierung des Kirchturms an, und der Innenraum müsste nach den ganzen Ausbesserungsarbeiten neu gestaltet werden.


 

 

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen