kremmin : Coloradotanne auf dem Vormarsch

Frank Mahler inmitten der Plantage mit Coloradotannen im Revier Dadow.
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Frank Mahler inmitten der Plantage mit Coloradotannen im Revier Dadow.

Nordmanntannen, Fichten und Kiefern sowie Küstentannen komplettieren Angebot zum Weihnachtsmarkt des Forstamtes Ludwigslust in Kremmin

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07. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Sie bringen den Duft des Waldes in die weihnachtlich geschmückten Stuben und sie werden auch am Sonntag, dem 8. Dezember, beim Weihnachtsmarkt auf dem Gelände des Forsthofes in Kremmin wieder der Renner sein. Nordmanntannen, Fichten, Kiefern, Küsten- und Coloradotannen - knapp 1000 Bäume zu moderaten Preisen werden die Mitarbeiter des Forstamtes Ludwigslust den Besuchern anbieten. „Im Revier Dadow haben wir eine eigene Baumplantage, wo unsere Forstwirte am Freitag hinfahren und die Bäume frisch schlagen“, erklärte Frank Mahler, im Forstamt für Holzvermarktung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Auf dem rund drei bis vier Hektar großen Areal unmittelbar neben der für den Bau der Anschlussstellen für die A 14 geschlagenen rund 60 Meter breiten Schneise haben die Coloradotannen inzwischen die richtige Größe für einen Weihnachtsbaum erreicht. „Zwischen sieben und zehn Jahren braucht eine Tanne, bis sie als Weihnachtsbaum geschlagen werden kann“, so der Forstexperte weiter. Frank Mahler fügt hinzu, dass seit Jahren die Landesforst eigene Baumschule im Forstamt Gädebehn für die Reviere der Region, und dazu zählen auch die Reviere des Forstamtes Ludwigslust, die Weihnachtsbäume heranzieht. Im Vorjahr wurde auch der Forsthof in Kremmin beliefert, ergänzte Frank Mahler, aber in diesem Jahr sei der Bedarf anderswo höher, so dass das Forstamt Ludwigslust auf die eigenen Bestände zurückgreifen müsse.

Die Plantage mit den Colorado-Tannen befindet sich unter einer großen Stromleitung, daneben, in großem Abstand stehen in großer Zahl hoch gewachsene Fichten. Damit die Coloradotannen auch richtig wachsen und sich entsprechend entwickeln können, ist es wichtig, das über einen gezielten Plantagenbetrieb mit Hege und Pflege sowie richtiger Düngung zu realisieren. Denn die Bäumen stehen auf zumeist sandigen Böden, damit kommen die Coloradotannen aber gut klar.

Weihnachtsmarkt auf dem Forsthof in Kremmin - das ist schon seit Jahren ein Besuchermagnet. „Wir machen das jetzt schon zum zehnten Mal. Der Zuspruch der Leute ist groß, wenn wir den Weihnachtsmarkt am Sonntag um 10 Uhr eröffnen, stehen die ersten hundert Besucher schon vor den Toren, um sich beim Weihnachtsbaumvergleich gleich die besten Exemplare zu sichern“, weiß Forstamtsleiter Dr. Holger Voß aus den Erfahrungen der Vergangenheit heraus. „Wir freuen uns, dass wir ein Stammpublikum haben, das Schöne ist nicht nur der Baumverkauf, sondern auch, dass es bei uns so familiär ist. So hält das Team des Forstamtes, das sich das ganze Jahr über mit den Planungen zu diesem Ereignis beschäftigt, auch am morgigen Sonntag in der Zeit von 10 bis 15 Uhr wieder ein buntes Programm mit vielen Angeboten parat. „Neben dem Verkauf frischer Weihnachtsbäume ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es gibt Wildschwein am Spieß, gebackenes Rotwild, Wildwurst und Wildfleisch kann gekauft werden. Räucherfisch, Weihnachtsbäckerei, Honig und Ziegenkäse sind weitere Offerten. Allein rund 600 Wildbratwürste warten auf ihre Abnehmer“, sagte Dr. Voß. Und wer vielleicht kein Wildbret zum Fest haben möchte, sondern lieber die klassischen Gerichte bevorzugt, der kann erstmals auch frisch geschlachtete Enten und Gänse aus dem Freilandgeflügelhof Niendorf bei Ludwigslust erwerben. Auch traditionelles Handwerk und Kunstgewerbe werden an diesem Tag wieder vertreten sein. „So wird auch der Scherenschleifer wieder da sein, die Leute sollten also ihre Messer und Scheren mitbringen. Es lohnt sich ganz bestimmt“, ergänzt Frank Mahler.

Natürlich wird der Weihnachtsmann vor Ort sein und kleine Gaben verteilen. Wer möchte, kann beim Luftgewehrschießen mitmachen oder sich am Baumklettern beteiligen, ein Angebot übrigens für Groß und Klein. Die Jagdhornbläser sorgen zudem für den musikalischen Rahmen des Weihnachtsmarktes auf dem Forsthof Kremmin, der hoffentlich in diesem Jahr unter besseren Witterungsbedingungen stattfinden kann. „Wir hatten so im Schnitt in den vergangenen Jahren immer so um die 1000 Besucher. Der Markt wird gut angenommen, wir als Veranstalter legen da großen Wert auf die beschauliche und gemütliche Atmosphäre, setzen bei der Wahl der Händler und Anbieter auf Firmen und Unternehmen aus der Region“, so Dr. Voß und schaut auf den Platz vor dem Verwaltungsgebäude, wo die insgesamt 16 Verkaufshäuschen des Forstamtes aufgebaut werden, deren Mitarbeiter dann am Sonntag die Besucher aus nah und fern hoffentlich wieder in großer Zahl willkommen heißen.

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