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Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 00:19 Uhr

neustadt-glewe : Burgadel freut sich auf das Fest

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Geschichtlicher Hintergrund des Burgfestes in Neustadt-Glewe reicht bis zu Zeiten der ersten urkundlichen Erwähnung zurück

von
erstellt am 28.Mai.2015 | 07:00 Uhr

Sie tragen moderne Kleider (jedenfalls für die Zeit des Mittelalters), die passende Kopfbedeckung dazu und scheinen eine tolle Stimmung zu haben und sich schon richtig zu freuen: die Mitglieder des Burgadels zu Neustadt-Glewe. Die „Adelsleute“ erwarten vom 5. bis 7. Juni wieder hoffentlich zahlreiche Besucher zum traditionellen mittelalterlichen Burgfest, dem inzwischen 23.

Der gegenwärtige Burgadel ist uns zumindest vom Sehen her bekannt, der geschichtliche Hintergrund vielleicht nicht ganz so. Graf Bernhard zu Dannenberg (Dr. Peter Schletter) erklärt: „Die Dannenberger Grafen waren Brüder und hatten ein großes Interesse an der Neustädter Burg als östliches Bollwerk gegen die ostelbischen slawischen Stämme, da sie um ihren lukrativen Salzhandel mit der Hanse fürchteten. Daher der immer wiederkehrende Versuch, die in sich zerstrittenen und ,sturen’ Mecklenburger zu befrieden und zu einen, auch indem man ein solches Fest ausrichtete.“

Wie Dr. Peter Schletter weiter berichtet, wurden Burg und Stadt Neustadt-Glewe bekanntermaßen im Jahre 1248 erstmals urkundlich erwähnt. „Graf Gunzelin von Schwerin schenkt dem Nonnenkloster Zarrentin vier Hufen Land. Die Urkunde wird auf seinem Amtssitz ,apud novam civitatem’, also auf der Burg Neustadt-Glewe ausgestellt“, so Dr. Schletter.

Die Grafen Bernhard und Adolf von Dannenberg legen Streitigkeiten mit den Mecklenburgern erst 1253 während eines Treffens auf der Burg in Novam Civitatem Chlewa bei, weiß Dr. Peter Schletter.

Damit dürfen die Besucher des Burgfestes am übernächsten Wochenende sicher sein, dass es zwischen den Adligen zu keinen größeren Auseinandersetzungen kommen wird. Was aber nicht heißt, dass es auf der Burg und den angrenzenden Wiesen ruhig zugeht.

Karen Tappe, in Neustadt-Glewe verantwortlich für Kultur und Tourismus, blickt voraus: „Rund 600 Ritter mit Gefolge werden ein riesiges mittelalterliches Lager am Ufer der Elde und zu Füßen der Burg aufschlagen.“

Daneben wird es viele andere Veranstaltungen geben, darunter die nachgestellte Huscarl-Schlacht mit rund 300 Schwertkämpfern verschiedener Nationen.

Auf dem Flugplatz Neustadt-Glewe wird am 6. und 7. Juni eine große Parkfläche eingerichtet. Ein kostenfreier Shuttle-Service bringt die Gäste an beiden Tagen ab 9.30 Uhr im halbstündigen Rhythmus zum Burggelände und zurück.

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