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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 15:27 Uhr

Burg aus Zeitungen im "Kinderland"

vom

svz.de von
erstellt am 19.Mär.2012 | 05:36 Uhr

Neustadt-Glewe | Es ist kurz vor acht Uhr. Claus Curjar (44) aus Friedrichs- moor, einem Ortsteil von Neustadt-Glewe, hat eben seine kleine Tochter Corvina (6) in die Kita "Kinderland" in Neustadt-Glewe gebracht. Die Kleine hat sich mit zwei anderen Mädchen als Burgfräulein verkleidet, die Kopfbedeckungen sind aus Zeitungspapier, gefertigt aus druckfrischen Exemplaren der SVZ, denn auch die Kita in Neustadt-Glewe hat am Zikita-Projekt teilgenommen. Und bei der Beschäftigung mit dem Medium Zeitung passte es auch, das Ritter-Projekt mit Leben zu erfüllen. "Wir haben zusammen mit den Kindern die Burg Neustadt-Glewe aus SVZ-Ausgaben nachgestellt, als passende Kulisse für unser Ritterfest", war von Janett Kollruß, der stellvertretenden Kita-Leiterin, zu erfahren. Und da kam auch zupass, dass Corvinas Papa sich mit mittelalterlicher Kunst und Kultur gut auskennt, denn er hat sein Hobby zum Beruf gemacht - er ist Punzierer, hat sich dem Leder-Kunsthandwerk verschrieben, übernimmt aber auch Auftragsarbeiten und Punzieren aus dem Material Holz und Eisen. "Und da kann Claus Curjar ja den Kindern zum Thema Mittelalter ja eine Menge erzählen", ergänzte Janett Kollruß.

Im Jahr 2000 ist Claus Curjar aus Hamburg hierher ins Mecklenburgische gezogen, hat ein Haus in Friedrichsmoor, das er mit Frau und seinen beiden Töchtern Corvina und Cosima bewohnt. Er hat sich hier gut eingelebt und fühlt sich auf dem Lande wohl. "Ich finde, dass die Erzieherinnen um die amtierende Kita-Leiterin gute Arbeit leisten. Es wird viel für die Kinder und mit den Kindern gemacht", sagte Claus Curjar. Mit dem Projekt Mittelalter und Ritter haben die Kinder im "Kinderland" nun erst begonnen; die aus Zeitungen gebastelte Burg war zugleich der Abschluss des mehrwöchigen Zikita-Projektes. "Nun bereiten wir das Ritterfest vor, das wird der Höhepunkt unseres Projektes sein", so Janett Kollruß. Inzwischen hat sich auch Michaela Pohl im Büro der Kita-Leiterin eingefunden. Sie ist nicht nur junge Mutti, für sie ist es auch ein Glücksfall, hier in der Kita, in der ihre Tochter betreut wird, auch als Hauswirtschafterin arbeiten zu können und in der Küche tätig zu sein. "Ich möchte es nicht missen, meine Tochter mit zur Arbeit zu nehmen", freut sich die 31-Jährige, deren Tochter Marie am Ende des Monats den vierten Geburtstag feiert. "Ich bin jetzt im dritten Jahr hier und arbeite gern in der Kita. Das große Plus im ,Kinderland’ ist, dass die Erzieherinnen das ganze Jahr über viele Projekte und Angebote mit den Kindern umsetzen. Gut finde ich zum Beispiel auch den Morgenkreis, der jeden Freitag stattfindet." Und Janett Kollruß ergänzt: "Am Montag gehen die Kinder der großen Gruppe und die Gruppe der Vorschulkinder zum Sporttreiben in die Sporthalle der Grundschule, was in dieser Hinsicht schon eine gute Vorbereitung auf die Schule bedeutet."

Im Krippen-Bereich schon Anfragen für das Jahr 2013

Aktuell werden hier im "Kinderland" in Neustadt-Glewe 80 Kindergartenkinder und 30 Mädchen und Jungen in der Krippe betreut. Im Kita-Bereich ist von der Auslastung her eine Kapazität von 80 Prozent erreicht - 100 Plätze stehen insgesamt zur Verfügung. "Im Krippenbereich haben wir in den vergangenen Monaten schon aufgestockt, 36 Krippenkinder könnten hier maximal betreut werden." Hinzu kommen noch die 100 Kinder in der Hortbetreuung, die in einem extra Gebäude stattfindet.

Janett Kollruß freut sich auch über die Tatsache, dass es schon für 2013 eine Reihe Nachfragen von Eltern gibt, die hier ihren Nachwuchs betreuen lassen wollen, weil sie ihre Kinder hier auch gut aufgehoben wissen. So wie es eben auch Michaela Pohl bestätigen kann. "So wie wir haben sich viele junge Familien hier in Neustadt-Glewe und Umgebung niedergelassen. Als nächstes freue ich mich, wenn wir in unser neues Haus einziehen", so Michaela Pohl.

Für Janett Kollruß und ihr Team, zu dem gegenwärtig 16 Mitarbeiter von der Erzieherin bis zur technischen Kraft gehören, beginnt ab dem 1. April eine neue Zeitrechnung. Noch ist die Kita "Kinderland" in Trägerschaft der Stadt Neustadt-Glewe. Aber ab dem 1. April wird sie unter dem Dach der Kinderzentren Nürnberg arbeiten. Und auch mit dem neuen Träger werde auf Qualität und Kontinuität in der Kinderbetreuung großes Augenmerk gelegt. Dazu gehört eben auch, so gut wie keine Schließzeiten anzubieten. "Wir haben eigentlich das ganze Jahr über geöffnet. Für die Eltern ist das bei der eigenen Urlaubsplanung sicher eine große Hilfe", erklärt die stellvertretende Kita-Leiterin. Derzeit können die Eltern ihre Kinder in der Zeit von 5.45 Uhr bis 17.30 Uhr von engagierten und motivierten Erzieherinnen betreuen lassen.

Erzieherin mit Leib und Seele ist auch Janett Kollruß. "Ich bin hier in Neustadt-Glewe aufgewachsen, ich mag meine Stadt. Solche Leseraktionen wie es jetzt die SVZ mit ,Lebenswert’ angeschoben hat, finde ich gut und wichtig. In Sachen Kinderbetreuung, Wohnqualität und Angebote für junge Familien haben wir sicher schon eine Menge zu bieten. Aber meiner Meinung nach müssten wir hier in Neustadt-Glewe mehr für den Tourismus tun, müssen Geschäfte und Gastronomie beleben. Wir haben ein Schloss, eine Burg, einen Flugplatz, eine Schleuse für Bootstouristen, wir haben den Neustädter See, damit muss man einfach punkten und die Region bekannter machen."


Umfrage-Ergebnisse: Für Wohnort und Kinderbetreuung recht gute Noten

An der Lebenswert-Studie der SVZ haben sich 2002 Leser beteiligt. 1998 Datensätze wurden erfasst. Mit ihrem Wohnort und den Bedingungen, die sie dort vorfinden, ist laut unserer Lebenswert-Studie die große Mehrheit, knapp 70 Prozent der befragten SVZ-Leser aus der Region zufrieden. Von den 115 Teilnehmern der Studie, die aus dem Einzugsbereich des Ludwigsluster Tageblattes kommen, vergaben 7 die Note 1 (6 Prozent) für ihren Wohnort, 45 urteilten mit der Note 2 (39 Prozent), die Note 3 vergaben 28 Leser (24 Prozent). Schlechte Noten gab es von 15 Lesern, die eine „4“ vergaben, eine „5“ teilten immerhin noch elf Leser aus.

In der Kinderbetreuung vergaben 28 Leser (das sind 24 Prozent der Teilnehmer) insgesamt die Note 1. 44 Leser (das sind 38 Prozent) halten die Kinderbetreuung in ihrem Wohnort für gut und gaben die Note 2. Insgesamt 27 Leser (23 Prozent) vergaben in dieser Kategorie die Note 3. Bei der Bewertung des schulischen Angebots in ihrer Region stimmten die Leser so ab: 18 vergaben die Note 1 (entspricht einem Wert von 16 Prozent), 37 sagten, es sei gut und gaben die Note 2 (32 Prozent aller Teilnehmer im Bereich Ludwigslust). 26 Leser sahen das Angebot aus ihrer Sicht nur als mittelmäßig an und vergaben die Note 3 (23 Prozent). „Die Gemeinde hat noch eine Kita - das ist super!

Was die Bundesregierung ,neu erfunden’ hat, ist in Brenz seit Jahrzehnten Realität“, war Tenor einer Wortmeldung zu diesem Umfragepunkt. „Alle Brenzer Eltern, die es wünschen, erhalten einen Kindergartenplatz! Und die Gemeindevertreter setzen alles daran, dass es auch so bleibt! Leider ist unsere Grundschule seit 1999 geschlossen. Warum haben nicht auch kleine Klassen eine Chance erhalten? Am Geld kann es nicht liegen! Es ist scheinbar im Überfluss in Deutschland vorhanden. Wir helfen allen in der Welt und der EU; uns selbst manchmal zu wenig.“

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