zur Navigation springen

Region Grabow : Buntmetalldiebe von Kripo überführt

vom

Buntmetalldiebe trieben in den vergangenen Monaten in der Region Grabow ihr Unwesen. 15 Einbrüche von April 2012 bis Mai 2013 gingen auf ihr Konto. Jetzt konnten die Langfinger dingfest gemacht werden.

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 06:44 Uhr

Ludwigslust | Buntmetalldiebe, die es vor allem auf Kupfer abgesehen hatten, trieben in den vergangenen Monaten in der Region Grabow ihr Unwesen. 15 Einbrüche von April 2012 bis Mai 2013 gingen auf ihr Konto - das ergaben die Ermittlungen der Kriminalpolizei, die jetzt ein Quartett von Langfingern dingfest machen konnte. Es handelt sich um vier Männer im Alter zwischen 26 und 33 Jahren, die aus der Region kommen. "Neben den Kupferdiebstählen gab es auch zahlreiche Kellereinbrüche in der Region", sagte Thomas Schellhase vom Kriminalkommissariat Ludwigslust, der sich schon seit geraumer Zeit mit den Diebstahls- und Einbruchsanzeigen und der Aufklärung der Straftaten beschäftigt. "Inzwischen sind wir in unseren Ermittlungen soweit, dass dieser Tätergruppe der Kellereinbruch und Buntmetalldiebstähle zugeordnet werden können", ergänzt der Kriminalobermeister gestern im Gespräch mit der SVZ in der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Zeugenhinweise führten auf die Spur der vier Täter. "Ein Mann hatte sich wegen einer anderen Angelegenheit bei der Polizei gemeldet. Dann verstrickte er sich bei der Vernehmung durch Beamte des Kriminaldauerdienstes und machte sich verdächtig, so dass er am Ende selbst zum Beschuldigten wurde." Er brachte dann die anderen als Täter mit ins Spiel. So berichtete der 26-Jährige schließlich ausführlich von den Streifzügen. Neben ihren Beutezügen in der Grabower Innenstadt waren die Täter auch in der Region unterwegs, so in Zierzow und in Prislich, die Männer entwendeten Kupferrohre und Dachrinnen.

"Sie haben dann alles zerkleinert und durch den Verkauf in Geld umgemünzt. Auch in das ehemalige Tierheim in Groß Laasch, das sie vorher ausspioniert haben, sind sie eingestiegen. Dort haben sie Kupferleitungen abgebaut", zählt Thomas Schellhase auf. In Grabow haben die dreisten Langfinger aus einem leer stehenden Haus, das zum Verkauf stand, Kupferleitungen und Messinghähne abgebaut. "Der dabei entstandene Schaden ist höher als der Wert des Diebesgutes, denn ein Wasserschaden in Höhe von 2000 Euro hat das Haus sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der gesamte Schaden aus den 15 Einbrüchen beläuft sich auf rund 7000 Euro."

Einige der Diebe und Einbrecher sind für die Kriminalpolizei keine Unbekannten. "Zwei der vier Männer hatten wir vor eineinhalb Jahren in gleicher Sache, sprich Buntmetalldiebstahl, als Täter ermittelt. Damals hatten sie von der Grabower Kirche und am Rathaus Metallteile abgebaut. Durch Zeugenhinweise kamen wir damals den Tätern auf die Spur", berichtet Thomas Schellhase.

Aber nicht nur Kupferleitungen wurden zersägt, um es dann beim Händler zu Geld zu machen, auch gestohlene Fahrräder wurden auseinandergebaut und verkauft. Hinweise und eigene Recherchen führten die Ermittler zu einer Schrotthändlerfirma bei Perleberg, dort hatten die Buntmetalldiebe rund 1600 Euro Erlös für das Diebesgut bekommen. Neben Kupferteilen und Fahrrädern haben die vier beschuldigten Männer auch Alkohol und Werkzeug gestohlen. Nicht alle Fahrräder haben sie beim Schrotthandel veräußert, manche haben sie auch selbst genutzt. Ein Teil des Diebesgutes, zu dem unter anderem Fahrräder und eine Stereoanlage gehören, konnte bislang noch nicht zugeordnet werden. "Die Ermittlungen dauern noch an. Den Mann, der sich bei uns als Zeuge gemeldet hatte, wollen wir noch einmal vernehmen. Wir vermuten, dass wir dadurch noch weitere Straftaten aufklären können. In knapp drei Wochen wissen wir dann mehr", zeigt sich der Kriminalobermeister optimistisch.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen