grabow : Bunte Stadt an der Elde auf gutem Weg

Stefan Sternberg (l.) freut sich über die Ansiedlung der Firma Laeisz in Grabow.
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Stefan Sternberg (l.) freut sich über die Ansiedlung der Firma Laeisz in Grabow.

Viele Vorhaben und Projekte angeschoben/ Jubiläen und Feste machen die Kommune auch überregional zu einem Ort der Kunst und Kultur

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27. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Die Neuformierung der Grabower Stadtvertretung, die Ernennung zweier Ehrenbürger, viele Jubiläen, die Sanierungsvorhaben in der Innenstadt, die Schätze im Archiv des Rathauses, der beschlossene Umzug des Archivs an einen neuen Standort, der Start zur Sanierung des Schützenhauses und des Schützenparks, die Neugestaltung der Berliner Straße, Stadtfest mit Drachenbootrennen und Auftritt von renommierten Ensembles im Rahmen der Festspiele MV - das Jahr 2014 war für die Stadt Grabow und ihre Einwohner geprägt von spannenden, unterhaltsamen und interessanten Geschehnissen.

Ein ganz großer Moment war im März 2014 die Unterzeichnung über die Betriebsführung der Forstflächen zwischen der Kommune und der Landesforst MV. Im Mittelpunkt steht eine innovative zukunftsorientierte Entwicklung der Stadtforst. „Wir wollen einen neuen, partnerschaftlichen Weg gehen, wir wollen als Stadt, dass unser Wald nachhaltig bestellt wird. Denn der Wald ist das größte Gut der Stadt“, so Bürgermeister Sternberg.

Im März haben auch die Arbeiten zur Sanierung und Neugestaltung des Schützenparks in Grabow begonnen. Die Rekonstruktion soll im Sommer 2015 abgeschlossen sein. Ein neuer Tulpenbaum und Rosskastanien wurden gepflanzt.

In Sachen Energiekosteneinsparung und Entlastung des Haushalts geht auch die Stadt Grabow neue Wege. Insgesamt sollen bis 2015 im Stadtgebiet 921 Lichtpunkte auf LED umgerüstet werden - für dieses über zwei Haushaltsjahre laufende Projekt, das 447  000 Euro kostet, steuert das Energieministerium 50 Prozent als Fördermittel bei. „Was die LED-Umstellung angeht, so stehen wir kurz vor der Fertigstellung“, sagte Bürgermeister Stefan Sternberg im SVZ-Gespräch.

„Reederei Laeisz in Grabow gestartet“ - so hieß die Schlagzeile eines Beitrages im April 2014. Das Hamburger Traditionsunternehmen eröffnete offiziell seine Zweigniederlassung im Haus Steindamm Nummer 47. Künftig wird die F. Laeisz Gruppe von hier aus weitere wichtige Geschäfte tätigen. Die Firma F. Laeisz wurde 1824 gegründet. Das familiengeführte Mittelstandsunternehmen mit Firmensitz in Hamburg hat seine Hauptinteressen in der Schifffahrt, ist aber auch in anderen Bereichen wie Handel, Versicherung, Finanzierung, Immobilien/Land und einem Reisebüro tätig.

Im Mai 2014 eröffnet das Waldbad Grabow mit einem einmaligen Prospekt in MV: Ein Blockheizkraftwerk sorgt für wohlige Wasserwärme und so mit angenehmen Temperaturen dafür, die Badesaison zu verlängern und hilft der Stadt Energiekosten zu sparen.

Der Mai 2014 war auch der Baustart für die Sanierung des Schützenhauses. Knapp 2,5 Millionen Euro wird die Sanierung kosten. Neben 1,5 Millionen Euro Förderung für das Haus gibt es noch 634  186 Euro aus dem Kofinanzierungstopf. Der Eigenanteil der Stadt Grabow liegt bei rund 350  000 Euro. Eröffnung ist für September 2015 vorgesehen, so Bürgermeister Sternberg

Im Juni 2014 war Klassik beim Grabower Stadtfest zu erleben. Das Kammerorchester des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin gastierte am 22. Juni auf dem Rathausplatz.

Ein Event ganz anderer Art brachte die Grabower und anliegende Gemeinden um ihre Ruhe. Die Goa-Party in Wanzlitz nahe Grabow ließ Anwohner nicht schlafen. Auch die Polizei hatte damit voll zu tun: Über 70 Drogendelikte wurden festgestellt und entsprechende Ermittlungen eingeleitet. Die neue Stadtvertretung mit etlichen neuen Gesichtern ist im Monat Juli an den Start gegangen. Dirk Dobbertin (FDP) wurde zum Stadtvertretervorsteher gewählt, Wolfgang Kann und Margret Günther sind zu Stadträten ernannt worden. Im Juli begannen die Umbauarbeiten am Markt in Grabow. Im Zuge der Stadtsanierung wird der erste Teil des neuen Konzeptes der Marktplatzgestaltung umgesetzt. Ende Juli waren die Arbeiten abgeschlossen.

Beim 1. Grabower Triathlon im idyllisch gelegenen Waldbad im MonatAugust waren 57 Aktive am Start. Gute Stimmung trotz einiger Technikprobleme, die Trifighters holten sich den Staffelsieg.

Im September waren dann die Ideen der Grabower Bürger gefragt. Unter dem Motto „Vom Ich zum Wir“: Die bunte Stadt an der Elde setzt mit einer Zukunftskonferenz auf Initiative und Engagement der Einwohner.

Aufatmen in Kremmin, Grabow und der ganzen Region: Das Forstamt Ludwigslust bleibt erhalten. Das hat der Verwaltungsrat der Landesforstanstalt MV im Oktober 2014 beschlossen. Die endgültige Entscheidung für Erhalt und gegen Zusammenlegung ist damit gefallen. Der Sitz wird von Kremmin ins Grabower Schützenhaus verlegt.

Für die Stadt ist es eine Premiere: Erstmals wurde im Oktober 2014 in Grabow ein Stolperstein verlegt. Er hat seinen Platz im Gehwegpflaster am Steindamm, konkret vor dem Haus Nr. 8. Der Stein erinnert an Alfred Wolff, der laut damaliger Akten bis 1939 hier wohnte und am 9. Dezember jenen Jahres als jüdischer Bürger in das damalige Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurde, wo er am 16. Februar 1940 im Alter von 63 Jahren starb.

Im November2014 wurde ein bedeutendes infrastrukturelles Vorhaben im Grabow abgeschlossen: Die Arbeiten in der Berliner Straße, die im Mai gestartet waren. Was den Kostenrahmen betrifft, so ist die Stadt in dem von der Stadtvertretung beschlossenen Limit geblieben.

Im November 2014 erschütterte Grabow dann ein schreckliches Ereignis: Ein Fachwerkhaus in der Grabower Innenstadt war abgebrannt. Eine Rentnerin stirbt bei diesem Unglück.

Im November2014 wehte die Richtkrone über dem neuen Anbau am Schützenhaus: Ein weiterer bewegender Moment auf dem Weg zur Neueröffnung des Grabower Schützenhauses. Im Anbau werden Sanitärräume und Räume entstehen, wo sich Künstler umziehen und auf ihren Auftritt vorbereiten können.

„Grünes Licht für Begrüßungsgeld“ hieß es auf der Stadtvertretersitzung im Dezember. Sozialausschuss der Stadtvertretung Grabow stimmte für den Vorschlag der FDP/ABG-Fraktion, der 200-Euro-Gutscheine und Baukindergeld vorsieht.

Grabows Museum wird im Dezember 80 Jahre alt: Hannelore Huth, die Leiterin des traditionsreichen Hauses, feierte dieses Jubiläum mit vielen Gästen.

Das Schützenhaus wird zur Konzertbühne: Die Festspiele M-V machen im nächsten Jahr zur Eröffnung des Schützenhauses erstmals in Grabow Station, gab Bürgermeister Sternberg im Dezember 2014 bekannt. Zur Eröffnung des sanierten Schützenhauses am 4. September 2015 wird es ein Konzerterlebnis der besonderen Art geben. Am Tag der feierlichen Eröffnung des Schützenhauses wird Akkordeonist Martynas Levickis die Zuhörer in seinen Bann ziehen. Der junge Mann, 1990 in Litauen geboren und jetzt in London lebend, zählt zu den spannendsten Neuentdeckungen der Klassikszene.

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