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Ludwigsluster Tageblatt

16. Dezember 2017 | 02:39 Uhr

eldena : Bunte Hände für das Miteinander

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Eldenaer Grundschüler gestalten bei Projekttag großes Wandbild / An anderen Stationen ist eine gute Zusammenarbeit gefragt

„Torben ist ins Wasser gefallen. Ihr müsst noch einmal ans Ufer zurück.“ Mehr sagt Brigitte Gäth, die Schulleiterin der Grundschule Eldena, nicht. „Die Kinder sollen gemeinsam herausfinden, wie sie es besser machen können“, flüstert sie erklärend. Aufgabe der Drittklässler ist es an diesem Morgen, einen Fluss – natürlich einen fiktiven ohne Wasser – zu überqueren. Kleine Quadrate aus Linoleum stellen die Steine dar, die sie vor sich ins „Wasser“ legen können, um ans andere Ufer zu hüpfen. „Wir müssen die Steine ganz dicht aneinander legen“, schlägt Alexandra vor. Und schon klappt es. Ein Drittklässler nach dem anderen hüpft auf einem Bein – das andere ist nach einem Krokodilangriff bereits verletzt – auf die gegenüberliegende Seite des Betonweges. Geschafft.

Die „Flussüberquerung“ ist eine von acht Stationen beim Projekttag „Gemeinsam sind wir KLASSE“. „Wir haben im vergangenen Schuljahr gemerkt, dass der Zusammenhalt zwischen den Kindern nicht sehr ausgeprägt ist“, erklärt Brigitte Gäth. Der Projekttag, den Schulsozialarbeiterin Elke Kessin organisiert hat, solle ein erster Schritt zu einem besseren Miteinander sein. „Immer mehr Kinder müssen den Umgang mit sich selbst und mit anderen Mädchen und Jungen so mühsam erlernen wie das Rechnen und Schreiben“, sagt die Sozialtherapeutin, die jeden Montag in Eldena ist.

Deshalb kommt es für die Schüler auch an den anderen Stationen darauf an zusammenzuarbeiten, sich mit eigenen Gefühlen und den Gefühlen anderer auseinanderzusetzen und fair zueinander zu sein. Damit die Wasserbälle nicht aus dem wogenden Schwungtuch herauspurzeln, muss jedes Kind zum richtigen Zeitpunkt seine Tuchecke nach oben reißen. An einer anderen Station werden Gefühle, die ein Schüler pantomimisch erklärt, erraten. Und im Werkraum entsteht ein gemeinsames Kunstwerk, das seinen Platz am Eingang der Schulen finden soll. Magdalena hat ihre Hand mit knallroter Farbe eingepinselt und drückt sie nun mit Hilfe von Lehrerin Petra Schult auf ein weißes Laken. Viele bunte Hände und Namen sind darauf schon zu sehen. Am Ende werden es mehr als 60 sein – so viele, wie es Schüler an der Eldenaer Grundschule gibt. „Die Stationen machen Spaß“, sagt Magdalena. „Das Händebemalen finde ich am besten.“ Und Niklas ergänzt: „Mir hat das Obst- und Gemüseschnippeln am meisten gefallen.“ Die entstehenden Salate werden zum Abschluss des Projekttages aufgegessen – gemeinsam.

Dass der Projekttag, den der Kriminalitätspräventionsrat des Landkreises finanziell unterstützt hat, mit einem so großen Angebot aufwarten konnte, ist einigen fleißigen Helfern zu verdanken. Neben Lehrern und Schulsozialarbeiterin betreuten auch Eltern und die Eldenaer Jugendclubleiterin die Stationen.


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