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Mit Dömitz enger zusammenrücken : BUND Lübtheen versucht Neubeginn

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Zum Gespräch über das Für und Wider, um die Lübtheener Ortsgruppe neu aufzustellen wurde eingeladen. Die Resonanz: Von 15 Eingeladenen kamen zwölf Mitstreiter.

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erstellt am 10.Nov.2011 | 06:48 Uhr

Vielank | Ein Neuanfang sollte es vorgestern Abend für die BUND-Ortsgruppe Lübtheen mit der Zusammenkunft im Vielanker Brauhaus werden. Auch vom gleichgesinnten Nachbarn aus Dömitz kam persönliche Unterstützung. Doch der nötige Ruck ging an diesem Abend noch nicht durch die Reihen der zwölf Versammlungsteilnehmer. Ein zartes Pflänzchen scheint allerdings zu wachsen, denn als neues wie altes Ziel ist der Widerstand gegen den möglichen Braunkohleabbau in der Griesen Gegend angekündigt.

Zum Gespräch über das Für und Wider, um die Lübtheener Ortsgruppe neu aufzustellen, hatte das damalige Gründungsmitglied Thomas Blaudszun aus Hagenow eingeladen. Die Resonanz auf seine Anschreiben war durchaus erfolgreich: von 15 Eingeladenen kamen zwölf Mitstreiter. Die allerdings weckten zuerst einmal die alten Geister, die dazu geführt hatten, dass die Ortsgruppe seit vier Jahren in einem Dornröschenschlaf versunken gewesen sei, wie Blaudszun gestern zurückblickend bedauerte. Der Rechtsanwalt gehört auch der Lübtheener Bürgerbewegung "Braunkohle - Nein" an und ist zudem stellvertretender Vorsitzender der BUND-Landesgruppe MV. Blaudszun ist davon überzeugt, dass die Themen, für die es sich das Streiten lohnt, vor der Tür der Ortsgruppe liegen, es fehlten nur die Motoren. Das Treffen in Vielank diene nach mehreren mehr oder weniger untätigen Jahren als eine erste Standortbestimmung. "Wir sind in der Absicht auseinandergegangen, die Arbeit zu intensivieren und aufzunehmen, die vor der Haustür bestehenden Naturschutz- und Umweltbelange aufzunehmen und fachlich zu begleiten. Als Themen seien an dieser Stelle genannt die Begleitung eines Nachnutzungskonzeptes des zum Jahresende geschlossenen Truppenübungsplatzes Lübtheen, die Frage der Endlagersuche für ein Atomendlager bei Sumte, die CCS-Problematik sowie Fragen der erneuerbaren Energie (Windkraft, Photovoltaik) und deren Spannungsverhältnisse mit dem Natur- und Tierschutz", umriss der engagierte BUND-Aktivist die Ziele. Ein zweites Treffen hat die Runde für Anfang/Mitte Januar 2012 anberaumt. Dann sollen personelle Fragen, darunter die Entscheidung über den Vorsitz der Ortsgruppe besprochen werden. Und: Die inhaltliche Arbeit solle aufgenommen werden.

Angedacht wurde auch eine engere Zusammenarbeit mit der Dömitzer Ortsgruppe. "Der Landesverband blickt mit Anerkennung in Richtung Dömitz. Dort leistet eine kleine Gemeinschaft eine aktive Arbeit im Sinne des BUND", erhielt Christel Fuhrmann als Vertreterin dieser Ortsgruppe ausgesprochenes Lob. Den nahm sie gern mit zu ihren Mitstreitern und zur Vorsitzenden Waltraud Nowe, nicht ohne die fast ausschließliche Männerrunde für den Neuanfang zu motivieren. Fuhrmann erinnerte an die Grundsätze der BUND-Gemeinschaft und regte an, dass die ersten Ziele für eine gedeihliche Zukunft vielleicht im Engagement für nicht so medienträchtige Aktionen liege, sondern dass bereits der Tier-, Arten- und Naturschutz viele Betätigungsfelder auch für die Lübtheener biete.

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