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Ludwigsluster Tageblatt

19. August 2017 | 17:00 Uhr

Bürgermeister spricht Hausverbote aus

vom

Groß Laasch | Das letzte Wort bei der außerordentlichen Gemeindevertretersitzung in Groß Laasch hatte am Dienstag Bürgermeister Markus Lau. Er verwies auf sein Hausrecht und sprach Hausverbote gegen zwei unter Prügelverdacht stehende Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Laasch aus. "Das Hausverbot hat solange Bestand, bis die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen hat", sagte Lau und beendete die Sitzung. Noch nicht beendet ist hingegen die Aufarbeitung der Vorkommnisse, die sich nach einem Fußball-Relegationsspiel zwischen dem Dabeler SV und dem SV Groß Laasch 04 am 19. Juni abspielten (SVZ berichtete) und dem Sport-Verein sowie der Gemeinde nebst Feuerwehr negative Schlagzeilen beschert hatten. Doch wie geht eine Gemeinde damit um, wenn gegen zwei Mitglieder der eigenen Feuerwehr, die an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sein sollen, ermittelt wird ? Nachdem die Gemeindevertreter im Juli ursprünglich eine Suspendierung der beiden Männer beschlossen hatten, diese zur Überraschung ihres Bürgermeisters und mit dem Hinweis, dass diese Maßnahme juristisch nicht haltbar sei, wieder gekippt hatten, waren sich die Gemeindevertreter gestern jedenfalls so gut wie einig: Die Wehrführung der Freiwilligen Feuerwehr Groß Laasch steht nun in der Pflicht. Sie soll bis zum 30. September eine Stellungnahme zu den Ereignissen am 19. Juni abgeben, disziplinarische Maßnahmen gegen ihre beiden Mitglieder im Falle einer Verurteilung prüfen und einleiten und die eigene Satzung um einen vom Innenministerium allen Feuerwehren vorgeschlagenen Passus erweitern. Darin heißt es unter anderem: "Mitglieder, die ihre Mitgliedschaft dazu nutzen, aktiv gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung zu werben, verlieren ihre Mitgliedschaft".

"Um das Thema Satzungsänderung zu behandeln, müssen wir jetzt eine Vollversammlung anberaumen", sagt Wehrleiter Thomas Helbing. Mit welchen disziplinarischen Maßnahmen die beiden Mitglieder gegebenenfalls rechnen müssen, das wisse er er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, so Helbing gegenüber dieser Zeitung.

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erstellt am 04.Aug.2010 | 06:19 Uhr

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