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B 191 in Brenz : Bürgermeister droht mit Blockade

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Gemeinde Brenz will nach Sanierung der B 191 einen Blitzer haben / Raser schon jetzt trotz Baustelle unterwegs

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 07:00 Uhr

Die alte Fahrbahn wird abgerissen, so Platz für eine nagelneue Straße geschaffen. Und die soll im Dezember diesen Jahres fertig sein. Mit der dann neuen Parchimer Straße (B 191) durch Alt Brenz geht ein langgehegter Wunsch der Einwohner in Erfüllung. Doch schon droht neuer Ärger, den Raser verursachen. Bürgermeister Henry Topp schimpft: „Trotz Baustelle und gegenwärtiger Tempobegrenzung auf 30 km/h sind viele Kraftfahrer vor allem abends und nachts viel zu schnell. Es gibt schon massive Beschwerden von Anwohnern der B 191.“

Damit nicht genug. Die Gemeinde geht davon aus, dass nach Fertigstellung der Bundesstraße die heutige Geschwindigkeitsbegrenzung wieder auf 50 km/h erhöht wird. Aus Erfahrung der vergangenen Jahre weiß Bürgermeister Topp: „Vor der Straßensanierung haben viele Kraftfahrer die 50 km/h nicht eingehalten, und das trotz schlechter Fahrbahn. Auf der neuen Straße wird es sicher nicht anders sein.“

Gegen potenzielle Raser wollen die Brenzer jetzt mobil machen. Der Finanz- und Bauausschuss der Gemeinde hat deshalb auf seiner jüngsten Sitzung empfohlen, an der B 191 in Brenz einen Blitzer aufzustellen. Für den Fall, dass die zuständige Straßenverkehrsbehörde einem entsprechenden Beschluss der Gemeindevertretung nicht zustimmt, fährt Topp schweres Geschütz auf: „ Ich könnte mir für diesen Fall vorstellen, dass wir regelmäßig die B 191 im Dorf blockieren, natürlich auf legaler Grundlage. Das kann an Freitagnachmittagen durch angemeldete Demonstrationen geschehen. Bürgerinitiativen in anderen Städten und Gemeinden haben es ja vorgemacht.“

Hinter der Drohung mit Blockaden steckt auch die Verbitterung darüber, dass in der Vergangenheit Bitten der Brenzer um verkehrsberuhigende Maßnahmen kein Gehör fanden. Bereits 2010 nämlich hatte die damalige Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, dass das Straßenbauamt verkehrsberuhigende Maßnahmen auf der B 191 prüfen solle. „Wir haben zum Beispiel vergeblich eine Geschwindigkeitsanzeige für Verkehrsteilnehmer angeregt, wie es sie jetzt in Ludwigslust gibt“, erinnert sich der Bügermeister. „Es habe keine Gründe für solche Maßnahmen gegeben, hieß es damals.“

Bei allen Befürchtungen aber überwiegt in Brenz natürlich die Freude über sanierte Straßen. Wenn die B 191 fertig ist, wird es dort neben einem Fuß- auch einen kombinierten Fuß- und Radweg geben.

Erst im September konnte auch die sanierte Friedensstraße übergeben werden, wo es jetzt neben einem völlig neuen Gehweg auch eine moderne LED-Beleuchtung gibt.

Wenn die Sanierung der B 191 zum Jahresende abgeschlossen ist, werden in der Gemeinde alle sechs großen Straßen erneuert sein, freut sich Bürgermeister Topp.

 

 

 

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