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Ludwigslust : Bürgerideen für den Kreis gefragt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

1. Regionalforum in Ludwigslust bildete den Auftakt zur Erarbeitung des Kreisentwicklungskonzeptes 2030

„Heute ist ein wichtiger Tag, heute wird das Online-Dialogforum freigeschaltet“, sagte Landrat Rolf Christiansen am Mittwochabend im Kreistagssaal der Kreisverwaltung in Ludwigslust. Gemeinsam mit Kreistagspräsident Olaf Steinberg und Joachim Müller, Leiter des Fachdienstes Regionalmanagement und Europa, startete er auf dem Laptop das Online-Programm, das ein wichtiges Instrument auf dem Weg zum Kreisentwicklungskonzept (KEK) Ludwigslust-Parchim für den Zeitraum bis 2030 ist. „Die Bürger können sich dann direkt am KEK-Prozess beteiligen, Hinweise geben, auch kritische, vieles ist erlaubt, aber nicht alles. Schmähkommentare werden entfernt“, brachte es der Landrat beim 1. Regionalforum zum KEK im Kreistagssaal auf den Punkt. „Ihre Ideen und Anregungen sind gefragt, wenn wir über die zukünftige Entwicklung unseres Landkreises diskutieren“, sagte er an die rund 40 Akteure aus Kommunalpolitik, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und sozialen Einrichtungen sowie vor Vertretern der Polizei, die ebenso zum Auftakt des KEK-Prozesses gekommen waren. „Im KEK setzen wir uns mit den Herausforderungen, insbesondere den Auswirkungen der demografischen Entwicklung auseinander. Dabei geht es nicht um ein weiteres Gutachten, sondern um eine klare Handlungsstrategie für die nächsten Jahre und wichtige Weichenstellungen und Projekte für den Landkreis Ludwigslust-Parchim“, so der Landrat. So wurden die Teilnehmer der Auftaktveranstaltung schon am Eingang gefragt, wo sie Stärken und Schwächen sehen, was ihnen Sorge bereitet. Als positive Aspekte wurden genannt: Zukunftsperspektive, dass vor 15 Jahren die Situation schlechter war, dass die Jugend mit anpackt, die Kreativität der ländlichen Bevölkerung, finanzielle Unterstützung der Kommunen, gute Perspektive der Städte und regionale Identität. Aber es wurde auch vieles aufgezählt, was besser gemacht werden muss: bessere Mobilitätsangebote für Senioren, Vernetzung der Unternehmen, Jugendsozialarbeit sichern, soziale Infrastruktur verbessern, Fachkräftenachwuchs sichern…

Katrin Fahrenkrug und Teike Scheepmaker vom Institut Raum & Energie GmbH Wedel sowie Dr. Silvia Stiller von der Georg Consulting Hamburg, die den KEK-Prozess begleiten und moderieren, sammelten alle Hinweise und Vorschläge, die dann später in vier einzelnen Arbeitsgruppen Wirtschaft, Arbeit, Bildung und Weiterbildung, Infrastruktur, Verkehr und Mobilität, Energie und Klima sowie Siedlungsentwicklung noch einmal diskutiert wurden und dann auch als Empfehlungen an das KEK 2030 gedacht sind. „Allein aus unserer Gruppe kamen über 20 Thesen zusammen“, so Henrik Wegner, Wirtschaftsförderer der Stadt Ludwigslust. „Da gilt es die Standortfaktoren wie Lebensqualität und Familienfreundlichkeit besser zu vermarkten, die Qualifizierung von Schülern und Azubis für den Arbeitsmarkt zu verbessern, da gilt es die Kooperation zwischen den Kommunen und zwischen den Unternehmern weiterzuentwickeln. Es ist wichtig, und das zeigt sich schon beim Auftakt zum KEK 2030, dass der Landkreis Vertreter aus verschiedenen Interessengebieten mitnimmt, denn die Entwicklung wird ja nicht nur vom Kreis, sondern von uns allen, die wir ja in der Region leben, gestaltet.“

In den nächsten vier Wochen, vom 29. Juni bis 27. Juli, besteht für alle Bürger des Landkreises die Möglichkeit, sich aktiv am Kreisentwicklungskonzept zu beteiligen. Nach Abschluss dieser 1. Phase werden alle Beiträge gesammelt und ausgewertet. „In der 2. Phase des Online-Dialogforums, voraussichtlich ab November, wird erneut Ihre Meinung gefragt sein, um mit uns weitere Ergebnisse und Fragestellungen aus der 1. Phase des KEK zu diskutieren“, so Landrat Rolf Christiansen. Damit alle Akteure und Mitgestalter stets auf dem aktuellen Stand bleiben, sind alle wichtigen Information rund um das KEK unter www.kreis-lup.de/kek zu finden.

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erstellt am 01.Jul.2016 | 07:00 Uhr

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