ludwigslust : Bürger wollen beim Ausbau der Neustädter mitreden

Bauausschuss erweitert Sitzung zur Einwohnerversammlung / Anwohner fordern Umwidmung der Straße

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01. Februar 2014, 07:00 Uhr

Ein kleines Stück ist es nur in der Neustädter Straße zwischen Bahnbrücke und Einmündung Paschenstraße. Doch die von der Stadt Ludwigslust geplante Erneuerung sorgt für Zoff. Die Grundeigentümer befürchten, dass sie empfindlich zur Kasse gebeten werden. Bei einer Sitzung des Bauausschusses der Stadtvertretung am Donnerstagabend haben es Evelyn Erdmann, Thomas Köpke und Wolfgang Mittag auf den Punkt gebracht, was viele umtreibt. Bauausschuss-Chef Torsten Hinrichs, ebenfalls in diesem Teil Ludwigslusts wohnhaft, weiß, was die Bürger bewegt. Er hatte aus gutem Grund die Sitzung zur Einwohnerversammlung erweitert und zur Mitsprache aufgefordert.

Der Ausschuss will die Anwohner in ihren Forderungen unterstützen. Diese wollen, dass ihre Straße von der Kategorie „Anliegerstraße“ in die Kategorie „Innerortsstraße“ umgewidmet wird. Hintergrund: Bei einer Anliegerstraße müssen die Grundeigentümer drei Viertel der umlagefähigen Kosten zahlen, bei einer Innerortsstraße etwas mehr als die Hälfte. Ob die Neustädter Straße die rechtlichen Kriterien für eine Umwidmung erfüllt, muss die Stadtvertretung entscheiden. Und die Straßenbewohner fordern eine gemeinsame Abrechnung der Baukosten für beide Bauabschnitte, die durch die Bahngleise voneinander getrennt sind. Denn auch jenseits der Bahn auf der Seite des Stifts Bethlehem muss die Straße noch erneuert werden. Die Bürger versprechen sich eine gerechte Kostenverteilung zwischen Anwohnern, Stift und Stadt. Der Abriss der Vorgängerbrücke, „Katzenbuckel“ genannt, und der Bau der jetzigen Brücke hätten beide Seiten betroffen, so also auch jetzt die geplanten Folgearbeiten, so das Argument. Für die Anwohner zählt die Unterbrechung der Straße durch die Bahnschienen nicht. Sie sehen ihre Ansicht durch die Tatsache bestätigt, dass der Mecklenburgische Seen-Radweg Lüneburg-Usedom auf ihrer Straße entlang führt.

Bürgermeister Reinhard Mach hat allzu große Erwartungen gedämpft, bezweifelt die rechtliche Haltbarkeit der Forderungen. Der Ausschussvorsitzende bekräftigt indes: „Wir werden alles tun, damit die Bürger so wenig wie möglich zahlen müssen“, so Torsten Hinrichs.

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