zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 11:43 Uhr

Ludwigslust : Bürger gestalten ihre Straße mit

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bei der Planung für den Ausbau In den Kohlhöfen entscheiden Anlieger über Details / Bauarbeiten beginnen im April oder Mai

von
erstellt am 14.Jan.2015 | 07:54 Uhr

Wer bezahlt, darf bestimmen – zumindest mitbestimmen. So geschieht es jedenfalls beim geplanten Ausbau der Straße In den Kohlhöfen in Ludwigslust. Die grundlegende Entscheidung, die bislang unbefestigte Trasse zwischen Rudolf-Tarnow-Straße und Fritz-Reuter-Straße zu befestigen, hatte zwar die Stadt getroffen, bei der konkreten Gestaltung dürfen die Anlieger jetzt jedoch ein Wörtchen mitreden. Nach einer Bürgerwerkstatt direkt auf der Straße im vergangenen Oktober gab es am Dienstagabend eine zweite Informationsveranstaltung, auf der Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau, Planungsvarianten vorstellte.

Die ersten Entscheidungen hatten die Bürger schon im Oktober getroffen: keine gemeinsame Verkehrsfläche für Autos, Fußgänger & Co., sondern ein mit Borden abgetrennter Fußweg; Pflaster statt Asphalt. Jetzt ging es noch um die Straßenbreite und die Parkmöglichkeiten. Das Votum der anwesenden Grundstückseigentümer fiel deutlich aus: Sie wollen eine 5,25 Meter breite Fahrbahn, an deren Rand Autos abgestellt werden können, und keine separaten Längsparkstreifen. Finanziell hätte es keinen Unterschied gemacht, aber parkende Autos könnten durchaus zur Verkehrsberuhigung beitragen, so Jens Gröger.

Eine kleine Diskussion entzündete sich an der Anfrage einer Bürgerin, ob man nicht auch auf der anderen Straßenseite statt des Banketts einen Gehweg anlegen könnte. „Das sieht ordentlicher aus als ein Grünstreifen, der regelmäßig gepflegt werden müsste“, argumentierte sie. Jens Gröger hielt dagegen, dass jeder Quadratmeter, den man zusätzlich befestigt, zusätzlich Geld kosten würde. Und so stimmten die Anwesenden schließlich klar gegen einen zweiten Gehweg. Viel Geld bezahlen müssen die Grundstückseigentümer auch so schon. Bei einem kalkulierten Beitrag von 12 bis 14 Euro würden sich für ein 700-Quadratmeter-Grundstück schon satte 8400 bis 9800 Euro ergeben. Die Bürger nahmen es relativ klaglos hin, genauso wie die Tatsache, dass sie Mitte des Jahres bereits 70 Prozent ihres Straßenausbaubeitrages als Vorausleistung an die Stadt zahlen müssen.

Mit den letzten Entscheidungen der Bürger sollen nun bis Februar die Planungsunterlagen erstellt werden. Die Ausschreibung der Arbeiten ist für März geplant. „Das ist erst möglich, wenn der Haushaltsplan der Stadt für 2015 beschlossen ist“, so Gröger. Das solle auf der Sitzung am 25. Februar geschehen. Die Bauarbeiten könnten dann im April/Mai beginnen und bis Herbst abgeschlossen sein. Zuvor soll es eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung mit der Baufirma geben, auf der über Details des Bauablaufs, etwa zur Müllentsorgung, gesprochen wird.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen