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Ludwigslust/Parchim : Bühne frei für die Theater-Retter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Erste große Zusammenkunft aller Beteiligten: Am Standort Parchim rüttelt keiner, Eldemühle als Kulturzentrum im Gespräch

svz.de von
erstellt am 06.Okt.2014 | 11:29 Uhr

Es ist still geworden im (baulichen) Drama um das Mecklenburgische Landestheater Parchim (MLT). Das heißt aber nicht, dass sich seit der baurechtlichen Sperrung der Hauptbühne Anfang des Jahres hinter den Kulissen nichts tut. Hinweise auf die leer stehende Eldemühle als möglichen Standort verdichten sich.

Erst vor wenigen Tagen trafen sich Akteure aus Landkreis und Stadt und die Mitglieder des Zweckverbands, also die Theaterbesitzer Parchim und Landkreis Ludwigslust-Parchim. Thema: Wie geht es weiter mit der Kreisstadt-Bühne? Auch wenn keine Inhalte der Zusammenkunft nach außen dringen (Das Stück heißt: „Das große Parchimer Schweigen“), lässt sich sagen, die Wiederauferstehung des Theaterhauses liegt im Zeitplan. Und auch der Standort Parchim wackelt nicht – dies ist allerdings keine Neuigkeit.

Die Kreisverwaltung macht seit der Hiobsbotschaft von der Bühnenschließung verstärkt ihre Hausaufgaben. „Wesentliche Grundlage ist der Kreistags-Beschluss vom Oktober 2013“, sagt Kreissprecher Andreas Bonin, „die Verwaltung hat gearbeitet.“ Schon vor dem baurechtlichen Aus war klar, dass die Hülle des agilen Parchimer Theaters dringend renoviert werden muss. Natürlich lässt der Landkreis „keinen Zweifel daran, dass der Standort Parchim im Mittelpunkt steht“, stellt Andreas Bonin klar. Schließlich habe es dafür eine klare Mehrheit im Kreistag gegeben.

Im Grunde stehen drei Alternativen im Raum: Erstens eine mögliche Sanierung am jetzigen Standort in der Parchimer Blutstraße, zweitens ein Neubau auf der grünen Wiese und drittens die Nutzung einer anderen Immobilie in der Innenstadt. Egal wie, rund zehn Millionen Euro werden wohl fällig.

Allerdings verdichten sich unbestätigte Hinweise auf die Eldemühle am Fischerdamm als möglichen Standort eines Kulturzentrums mit Theater (wir berichteten über die Ideen). Weil die Mühle für das Theater allein eine Nummer zu groß ist, soll es jetzt eine sogenannte öffentliche Interessensbekundung geben, war von Teilnehmern des Treffens zu hören. Damit wird europaweit nach Investoren oder Betreibern gesucht. Das Verfahren würde etwa zwei Monate Zeit brauchen, dann wäre eine Entscheidung fällig. Das Ziel bleibt, so Kreissprecher Andreas Bonin, 2016 mit der Sanierung oder dem Neubau zu beginnen: „Das wird auch untersetzt und in der Finanzplanung eine Rolle spielen. Wir verschenken keine Zeit, schon im Haushalt 2015 wird es Posten geben. Der Landkreis unterstreicht damit die Ernsthaftigkeit des Vorhabens.“ Die Stimmung des Theater-Retter-Treffens soll gut gewesen sein, hört man von Teilnehmern. „Eine gute Basis der Zusammenarbeit“ sei entstanden, viele Anknüpfungspunkte hätten sich ergeben. Das Stück geht also weiter, der Vorhang öffnet sich demnächst für weitere Fakten. Ohnehin spielt die Theatertruppe ja, was das Zeug hält. Für Unterhaltung ist also gesorgt.

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