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Bahlenhüschen : Buchenholz für das Köhlerfest geschlagen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Verein Forstscheune Bahlenhüschen bereitet vierte Auflage des Spektakels vor: Schulen und Kindergärten sind im Frühjahr zu Projekttagen in der Waldlewitz willkommen

Damit am 10. Mai das vierte Köhlerfest in der Waldlewitz steigen kann, klotzten Mitglieder vom gastgebenden Verein Forstscheune Bahlenhüschen am Wochenende tüchtig ran: Das Buchenholz, das Ende April in den Meiler kommt, musste jetzt aus dem Wald geholt werden. Ein Dutzend Vereinsmitglieder traf sich zum zweiten Arbeitseinsatz, um die zuvor von Forstfachleuten gefällten Buchen zu zersägen, aufzukeilen und aufzustapeln. „Das ist natürlich schon eine schwere Arbeit, sie macht aber viel Spaß“, erzählt Tina Hagen. Ziel der Vereinsmitglieder ist es, im Herzen der Waldlewitz an das Herstellen von Holzkohle zu erinnern, ein einst hier wichtiges Handwerk.


An das Herstellen von Holzkohle erinnern


Doch ganz so wie zu Urgroßvaters Zeiten müssen sich die Mitstreiter heutzutage nicht abmühen: Leistungsstarke Motorsägen und ein moderner Holzspalter erleichtern ihnen die Arbeit. Letzterer kam erstmals zum Einsatz. „Beim ersten Arbeitseinsatz im Herbst mussten wir die Meterstücke noch mit Axt und Keilen aufspalten“, erzählt Vereinsmitglied Volker Weiß. Nach zwei Wochenend-Einsätzen ist genügend Holz vorhanden, um das vierte Köhlerfest in Angriff zu nehmen. Rund 30 Festmeter können bis Ende April im Stapel trocknen. „Ganz durchtrocknen muss das Holz aber nicht, um daraus Holzkohle zu machen“, erläutert Rüdiger Quaß, der stellvertretende Vereinsvorsitzende. Am 24. April werden wieder Köhler aus dem Harz nach Bahlenhüschen kommen und gemeinsam mit den Mecklenburgern Meiler aufschichten. „Es werden zum ersten Mal zwei Meiler sein – ein großer und ein kleiner“, berichtet Vereinschefin Cornelia Weiß. Der große Meiler wird von den Profis aus dem Harz und erfahrenen Helfern aufgeschichtet. Am 27. April wird dieser bei einem kleinen Fest angezündet, damit 14 Tage später die Holzkohle geerntet werden kann. Beim kleinen Meiler können Schüler und Kindergarten-Kinder mithelfen – oder zumindest hinter die Kulissen schauen. Denn der Verein Forstscheune bietet vom 28. April bis 2. Mai Projekttage an. Schulen und Kindereinrichtungen in der Lewitz haben bereits Einladungen erhalten. Doch auch von weiter weg können sich Gruppen mit interessierten Kindern anmelden und sich über das Herstellen von Holzkohle informieren. „Bis zu 35 Schüler oder Kinder am Tag können zu uns in die Waldlewitz kommen“, sagt Vereinsmitglied Reinhard Grübner. Falls das Interesse sehr groß ist, könnte es auch noch zwischen dem 5. und 8. Mai weitere Projekttage geben. Anfragen und Absprachen sind ab jetzt per Mail unter der Adresse woergrue@web.de möglich.


Am 1. Mai einen Tag der Generationen feiern


Auch die anderen Altersgruppen haben die Mitstreiter des Vereins Forstscheune nicht vergessen. „Der 1. Mai ist ja Feiertag. Dann wollen wir einen Tag der Generationen feiern“, berichtet Cornelia Weiß. Insbesondere Familien und Seniorengruppen sind dann auf den Forsthof Bahlenhüschen eingeladen. Dann rauchen noch die Meiler und die Köhler aus dem Harz erzählen Spannendes über ihr Handwerk.

Abschluss und Höhepunkt ist natürlich das Köhlerfest am 10. Mai. Die Mitstreiter hoffen, dann mehr als 1000 Kilogramm selbst gemachte Holzkohle ernten und verkaufen zu können. Drumherum gibt es wieder ein buntes Markttreiben. Schon im Frühjahr 2007 fand die Premiere des Bahlenhüschener Köhlerfestes statt. Wegen des großes Aufwandes kann es nicht in jedem Jahr durchgeführt werden. Die rührigen Vereinsmitglieder haben zwei große Wünsche für die anstehende vierte Auflage: Eine gute Ausbeute und schönes Wetter beim Öffnen der Meiler. Denn die beiden zurückliegenden Feste mussten im strömenden Regen gefeiert werden.

Bei den Winter-Arbeitseinsätzen hat es dieses Mal schon mit dem Wetter geklappt. „In den Vorjahren waren wir bei minus 17 Grad, bei Schneefall und auch bei Regen im Wald“, erzählt Cornelia Weiß. Das milde, trockene Wetter vom Wochenende war da eine wohltuende Abwechslung und ein gutes Omen für das Fest am 10. Mai.

 

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erstellt am 20.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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